Gesetze
Raus auf den Urnersee: Diese Regeln sollten beachtet werden

Mit zunehmend schönerem Wetter steigt auch die Anzahl Freizeitsportler auf den Seen. Die Urner Kantonspolizei informiert über Gebote und Verbote.

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Die Badesaison geht bald wieder los.

Die Badesaison geht bald wieder los.

Bild: Florian Arnold

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und das Wetter wird bald schon wieder an und auf den See locken. «Entsprechend ist es der Kantonspolizei Uri ein Bedürfnis, die Bevölkerung darüber zu orientieren, welche Regeln, Gesetze und Verordnungen auf und im See gelten», schreibt die Kantonspolizei Uri in einer Medienmitteilung.

Doch nicht nur auf dem See, sondern auch im See ist Vorsicht geboten: Das Baden ausserhalb behördlich bewilligter und gekennzeichneter Wasserflächen im Umkreis von 100 Metern um Hafeneinfahrten und Landestellen der Kursschiffe ist verboten. Dies gilt auch für sonstige Hafeneinfahrten, wenn dadurch die Schifffahrt beeinträchtigt wird. Zudem ist die private Verwendung von Tauchscootern verboten.

Allgemein gelten für Kite- und Windsurfer folgende Vorschriften

  • Kite- und Windsurfer haben anderen Booten oder Schiffen auszuweichen.
  • Gemäss Artikel 54 der Binnenschifffahrtsverordnung ist das Surfen oder Fahren mit Segelbrettern nur bei Tag und klarer Sicht gestattet, frühestens ab 8 Uhr und spätestens bis 21 Uhr.
  • Das Befahren von gesperrten Wasserflächen ist verboten. Gesperrte Wasserflächen sind durch gelbe Bojen erkennbar.
  • Segel und/oder Brett sind gut sichtbar mit Namen und Adresse des Eigentümers zu versehen. Die Telefonnummer ist nicht obligatorisch, erleichtert jedoch beim Auffinden weitere Abklärungen.

Für Kitesurfer gelten zusätzliche Vorschriften

  • Kitesurfern ist das Befahren der inneren Uferzone (bis 150 Meter Uferabstand) nur auf direktem Weg zum Starten und Landen gestattet.
  • Das Kitesurfen auf dem Urnersee ist nur in den Monaten Februar bis November gestattet.
  • Auf dem Urnersee gibt es nur einen bewilligten Uferstartplatz für Kitesurfer. Dies ist der nördlich des Isenthalerbachs gelegene Bereich des Bachdeltas an der Isleten. Der Startplatz ist jeweils vom 15. Juni bis am 31. August für Kitesurfer gesperrt.
  • Auf dem Vierwaldstättersee bestehen Verbotszonen für die Ausübung des Kitesports. Diese Zonen finden sich auf der Website der Kantonalen Verwaltung Uri unter Kitesurfen.
  • Zu Kursschiffen ist ein Abstand von 200 Metern einzuhalten.

Regeln fürs Stand-up-Paddling (SUP)

  • Beim Stand-up-Paddling ist nachts und bei Wetter mit schlechter Sicht ein weisses, gut sichtbares Rundumlicht mitzuführen.
  • Ab einem Uferabstand von 300 Metern ist das Mitführen einer Rettungsweste oder einer Schwimmhilfe obligatorisch.
  • Das Befahren von gesperrten Wasserflächen ist verboten.
  • SUP-Boards sind gut sichtbar mit Namen und Adresse des Eigentümers zu versehen.

Weiter gelten für Seebenützer, wie etwa Motor- und Segelbootführer, folgende Vorschriften

  • Die Alkoholgrenze auf Seen und Flüssen liegt, gleich wie im Strassenverkehr, bei einer Atemalkoholkonzentration von 0,25 mg/l (0,5 Promille). Strandboote sind von dieser Regel ausgenommen, für Ihre Sicherheit empfiehlt die Kantonspolizei Uri, sich ebenfalls an diesem Wert zu orientieren.
  • In den Uferzonen bis 300 Meter darf mit einer Geschwindigkeit von maximal 10 km/h gefahren werden. In der inneren Uferzone (bis 150 Meter) darf mit Motorbooten nicht parallel zum Ufer gefahren werden. Ausserhalb der Uferzone ist die Geschwindigkeit frei wählbar, diese muss aber den Gegebenheiten angepasst werde und es darf niemanden gefährdet werden. Auf dem Vierwaldstättersee gilt eine Richtgeschwindigkeit von 50 km/h.
  • Die zeitliche Einschränkung der Seenutzung «nur bei Tag und klarer Sicht, frühestens ab 8 Uhr und spätestens bis 21 Uhr» gilt auch für Wasserskifahren, Wakeboarden oder das Schleppen von aufblasbaren oder ähnlichen Wassersportgeräten.
  • Von Wasserpflanzen ist ein Abstand von 25 Metern einzuhalten – egal mit welchem Gefährt.
  • Zonen, die allgemein nicht befahren werden dürfen, werden mit Tafeln mit weissem Strich auf rotem Grund und/oder gelben Bojen markiert.
  • Für verschiedene Schiffe gelten verschiedene Mindestausrüstungsvorschriften. Einen Überblick gibt es im Merkblatt für Schiffshalter.

Weitere nützliche Informationen zum Gebrauch solcher Wassersportgeräte finden Sie in den Merkblättern der Vereinigung der kantonalen Schifffahrtsämter (VKS).

Die aufgeführten Regeln sind nicht abschliessend. Nebst dem Binnenschifffahrtsgesetz (BSG), der Binnenschifffahrtsverordnung (BSV) sowie weiteren kantonalen und interkantonalen Verordnungen und Reglementen können der App «Vierwaldstättersee Seekarte» auf einfache Art viele wissenswerte Informationen entnommen werden. Die App ist für Apple und Android geeignet.