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GESUNDHEIT: Eltern und Jugendliche suchen Rat

Die Suchtberatung hat vergangenes Jahr weniger Konsultationen verzeichnet. Dafür gab es mehr Beratungen bei der Jugend- und Elternberatung.
Paul Gwerder
Die Krankenkassenprämien steigen im nächsten Jahr um 4,5 Prozent. (Symbolbild Keystone)

Die Krankenkassenprämien steigen im nächsten Jahr um 4,5 Prozent. (Symbolbild Keystone)

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Wir führen heute nicht nur einen Verein, sondern ein KMU mit Mitarbeitern und Aufgaben, für die wir verantwortlich sind», sagte Michael Kunkel, Präsident des Trägervereins «Gesundheitsförderung Uri», am Mittwochabend zu den Vertretern der Gemeinde und des Kantons Uri sowie einigen Einzelmitgliedern. Der Verein ist Träger der Gesundheitsförderung sowie der Fachstelle Kontakt Uri, die ein Beratungsangebot für Jugendliche und deren Eltern sowie Suchtprävention anbietet.

Der hohe Anteil selbstmeldender Personen (45) sowie Anmeldungen, welche durch Angehörige erfolgten (56), zeigen auf, dass viele Menschen von sich aus professionelle Unterstützung bei «Kontakt Uri» suchen. Wie Stellenleiter Christoph Schillig mitteilte, nahmen die Konsultationen bei der Suchtberatung von 515 auf 353 ab, dies bei total 64 Klienten. «Im letzten Jahr kamen 31 (Vorjahr 38) Personen aufgrund von Cannabiskonsums zu uns und nur fünf Personen wegen illegaler Drogen. Dafür stieg die Anzahl Fälle zum Thema Alkohol um drei Personen auf insgesamt 19», führte Schillig aus.

Im Bereich der Jugend- und Elternberatung gab es eine starke Zunahme der Gespräche von 812 auf 1052. Am meisten Probleme haben die Jugendlichen mit den Eltern gefolgt von der Schule, wo Leistungsprobleme und Mobbing die Jungen unter Druck setzen.

Kanton investiert in die Gesundheitsförderung

Die Jahresrechnung von «Kontakt Uri» weist einen Gewinn von 13529 Franken auf, dies bei Aufwendungen von rund knapp 400000 Franken. Gemäss Leistungsvertrag bezahlte der Kanton 411000 Franken an diese Fachstelle. An die Kosten von der Gesundheitsförderung Uri von 291841 Franken zahlte der Kanton rund 284000 Franken, dazu kommen noch Beiträge von der Gesundheitsförderung Schweiz.

«Im Berichtsjahr konnten eine Vielzahl an präventiven und gesundheitsförderlichen Aktivitäten im Dienste der öffentlichen Gesundheit der Urner Bevöl­kerung umgesetzt werden», schreibt Fachstellenleiter Markus Fehlmann im Jahresbericht. Schwerpunktthema waren physische Gesundheit im Bereich Bewegung und Ernährung, während bei der psychischen Gesundheit das Programm für 2017 bis 2020 im Vordergrund stand.

Auf der Grundlage zur «Frühen Förderung» konnten erste Massnahmen eingeleitet und in Angriff genommen werden. Erfolgreich seien unter anderem das Urner Aktionsprogramm «Ernährung und Bewegung» sowie Gesundheitskurse für Migranten und «Purzelbaum – Bewegter Kindergarten» gewesen. Das Projekt «Midnight Point Uri» läuft nach wie vor. Pro Abend nutzten durchschnittlich 50 Jugendliche dieses Angebot in Altdorf, während in Andermatt 17 Teilnehmer verzeichnet werden.

Vorstandsmitglieder wiedergewählt

Unter dem Traktandum Wahlen wurden Präsident Michael Kunkel, sowie die Mitglieder Christian Arnold, Aloisia Ochsenreiter, Linda Gamma, Henry Euler und Monika Stählin Maillard einstimmig wiedergewählt. Kathrin Möhl, die seit 1998 im Vorstand war, und Marianne Kehrli, seit 2013, haben ihre Demission auf die Mitgliederversammlung eingereicht.

Im vergangenen Geschäftsjahr gab es zudem personelle Veränderungen. So ist seit Februar 2016 Gregor Boog als Urner Botschafter für das Präventionspro-gramm «cool and clean» zuständig. Die Stelle des Programmleiters Psychische Gesundheit und Sucht konnte mit Bruno Scheiber besetzt werden, und für die Leitung des kantonalen Programmes Gesundheitsförderung im Alter wird Eveline Lüond zuständig sein. «Wichtig für uns war, dass wir dank der guten Zusammenarbeit mit der Gesundheitsdirektion die neuen Leistungsvereinbarungen für die kommenden Jahre erarbeiten konnten», betonte der Präsident.

Aktionsprogramm aufgegleist

AnalyseIm Auftrag der Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion erarbeitet die Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung ein kantonales Aktionsprogramm «Gesundheit im Alter» für den Kanton Uri, wie es in einer Mitteilung heisst. Basis dafür seien eine Situations- und eine Bedürfnisanalyse. Diese würden bis im Herbst erstellt. Davon abgeleitet, erfolgt die Erarbeitung von geeigneten Massnahmen.

Die «Bewegungsförderung im Alter», «Sturzprävention im Alter», «Förderung der psychischen Gesundheit mit Fokus auf die soziale Teilhabe» und die «Förderung einer ausgewogenen Ernährung» stehen im Zentrum. Das Programm soll 2018 bei der Gesundheitsförderung Schweiz eingereicht werden. (red)

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