GESUNDHEIT: Gebärmutterhalskrebs: Ärzte impfen kostenlos

Urner Mädchen können sich gratis gegen Gebärmutterhalskrebs impfen. Der Experte bedauert, dass Männer nicht einbezogen werden.

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Kinderärztin Cornelia Imobersteg gibt der elfjährigen Vania Pinheiro eine HPV-Impfung in ihrer Praxis in Luzern (gestellte Szene). (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Kinderärztin Cornelia Imobersteg gibt der elfjährigen Vania Pinheiro eine HPV-Impfung in ihrer Praxis in Luzern (gestellte Szene). (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Jährlich erkranken in der Schweiz rund 320 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Rund 90 Frauen sterben sogar daran. «Zu viel», befand das Eidgenössische Departement des Innern unter Bundesrat Pascal Couchepin im vergangenen Jahr. Der Bund beauftragte deshalb die Kantone, ein gross angelegtes Impfprogramm zu lancieren. Anfangs August startete die Aktion auch im Kanton Uri. Der Altdorfer Gynäkologe Ernst-Josef Marty sagt: «Eine solch grosses Impfprogramm hat es in der Schweiz wohl noch nie gegeben.»

Geschlechtsverkehr als Ursache
Die Hauptursache für eine Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs sind Humane Papilloma-Viren. Diese werden beim Geschlechtsverkehr oder durch engen Körperkontakt übertragen. Marty sagt: «Ich bedaure, dass die Männer bei dieser Aktion nicht gratis geimpft werden.» Denn die Männer seien schliesslich die eigentlichen Übertrager. Marty glaubt, dass dies aber eine Frage der Finanzierung sei.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.