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GESUNDHEIT: Uri wappnet sich mit 14 Empfehlungen gegen Demenz

Bis ins Jahr 2035 dürfte sich die Zahl der dementen Menschen in Uri verdoppeln. Der Kanton hat daher einen Aktionsplan ausgearbeitet mit dem Ziel, Betroffene bedürfnisgerecht versorgen zu können. Die im Plan enthaltenen 14 Empfehlungen werden nun ausgearbeitet.
Das Leben mit Demenz betrifft alle: Erkrankte, Familie, Freunde, Nachbarn und Kollegen. (Bild: PD)

Das Leben mit Demenz betrifft alle: Erkrankte, Familie, Freunde, Nachbarn und Kollegen. (Bild: PD)

Kanton und Gemeinden müssen demenzgerechte Versorgungsstrukturen sicherstellen. Das habe die Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion veranlasst, Versorgungslücken und den Handlungsbedarf im Kanton Uri aufzeigen, teilte das Amt für Gesundheit am Dienstag mit.

Mit dem Aktionsplan 2017-2023 liegt ein langfristig ausgelegte und praxisnahe Grundlage für Massnahmen im Bereich Demenz vor. In der Bevölkerung soll das Verständnis für die Demenzerkrankungen und die Akzeptanz der Betroffenen in der Gesellschaft gefördert werden. Um den Handlungsbedarf zu eruieren, wurde im Rahmen des Plans die Ist-Situation im Kanton Uri anhand einer Befragung bei involvierten Institutionen erhoben.

Zentrale Anlaufstelle

Gewünscht sind demnach mehr bezahlbare Entlastungsangebote für betreuende Angehörige, angepasste Wohnformen, die Schaffung eine zentrale Anlaufstelle bei der Demenzdiagnose sowie ein verbesserter Austausch zwischen den Akteuren. Auch wurde ein demenzfreundliches Klima gefordert.

Als Konsequenz daraus sind im Aktionsplan 14 Empfehlungen formuliert. Dazu zählen etwa regionale Informationsveranstaltungen, Schulungen für Personen, die in Kontakt mit dementen Menschen sind, die Schaffung einer zentralen Fach- und Anlaufstelle für Demenz und ein neues Finanzierungsmodell zur Reduktion des Selbstkostenanteils für Betreuungsleistungen. Zudem sollen die heute geltenden Zuständigkeiten überprüft werden, mit dem Ziel, alles aus einer Hand anzubieten.

Der Regierungsrat hat die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion beauftragt, die Empfehlungen des Aktionsplans, konkret auszuarbeiten und ihm die entsprechenden Anträge zu unterbreiten. Die einzelnen Massnahmen müssten den Grundsätzen der Verhältnismässigkeit entsprechen.

Im Jahr 2009 hat Demenz im Kanton Uri Kosten in der Höhe von 31 Millionen Franken ausgelöst. Bis im Jahr 2035 leben im Kanton laut Prognosen rund 1300 demente Menschen. (sda)

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