GESUNDHEITSGESETZ: Landrat schränkt das Rauchen ein

Fast hätte der Landrat den Verkauf von Zigaretten und Alkohol an Junge unter 18 Jahren verboten. Im letzten Moment entschied er sich für eine liberalere Lösung.

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Auch mit den neuen Gesundheitsgesetz bleibt in Uri alles beim alten. Wer Zigaretten kaufen will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. (Bild Keystone)

Auch mit den neuen Gesundheitsgesetz bleibt in Uri alles beim alten. Wer Zigaretten kaufen will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. (Bild Keystone)

Dreieinhalb Stunden lang diskutierte der Landrat gestern über das neue Gesundheitsgesetz. Es regelt die wichtigsten Belange des öffentlichen Gesundheitswesens und beschränkt sich nicht nur auf die Bekämpfung und Heilung von Krankheiten. Und auch in der Debatte ging es in erster Linie um Prävention bei Jugendlichen und um den Schutz der Nichtraucher.

Verkaufsverbot soll helfen
Stefan Baumann (FDP, Altdorf) wollte den Suchtmittelmissbrauch mit repressiven Mitteln bekämpfen. Er stellte den Antrag, den Verkauf von alkoholischen Getränken an Personen unter 18 Jahren zu verbieten. Toni Moser (SP, Bürglen) meinte, ein Verkaufsverbot löse das Problem zwar nicht, dies sei aber ein wichtiger Mosaikstein. Stefan Baumanns Antrag wurde mit 34.20 Stimmen gutgeheissen.

Darauf forderte Toni Moser auch ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an Personen unter 18 Jahren. Mit 35:20 Stimmen wurde auch diesem Antrag zugestimmt.
Doch fast zum Schluss kam die Wende: Hansjörg Felber (CVP, Altdorf) verlangt Rückkommen, sprach von einem Hüftschuss. Mit 34. 21 Stimmen sprach sich der Landrat dafür aus, bei 16 Jahre zu bleiben.

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung