Gewässerschutzbestimmungen umgesetzt

Die Kraftwerk Göschenen AG (KWG) und die Kraftwerk Wassen AG (KWW) haben die Massnahmen für die Restwassersanierungen in Urner Gewässern rechtzeitig umgesetzt. Die ökologische Aufwertung führt jedoch zu einer Produktionseinbusse von rund zwei Prozent.

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Mit der Restwassersanierung erfüllten die beiden Urner Kraftwerke die Vorgaben des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes, heisst es in einem Communiqué vom Donnerstag. Bei der Festlegung spielten ökologische Faktoren wie Fischerei, Flora und Fauna, aber auch touristische und landwirtschaftliche Kriterien eine Rolle.

Man habe vernünftige Lösungen gefunden, um dem Zielkonflikt zwischen regional produzierter, erneuerbarer Energie und dem Gewässerschutz sowie den Landschafts- und Fischereianliegen gerecht zu werden, wird Benno Baumann, Leiter des Urner Amtes für Umweltschutz, zitiert.

Produktionseinbusse von 2 Prozent

Die Restwassersanierung bedingte laut Communiqué technische und bauliche Massnahmen in der Höhe von 250'000 Franken. Das meiste Wasser wird bei der Wasserfassung Urnerloch mit 2000 Litern pro Sekunde durchgelassen. Bei den andern Fassungen variiert die Menge zwischen 25 und 500 Litern pro Sekunde.

Für das KWG und das KWW bedeute die ökologische Aufwertung eine jährliche Produktionseinbusse von rund zwei Prozent, heisst es weiter. Dies entspricht einem jährlichen Verbrauch von rund 3200 Haushalten. Die Einbussen müssen die Partner SBB und CKW über andere Kraftwerke kompensieren.

Das KWG und das KWW nutzen die Wasserzuflüsse aus dem Urserntal, der Göscheneralp, der Reuss sowie aus dem Meiental, um Haushalte, Gewerbe, Industrie und die SBB mit Strom zu versorgen.

sda