Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Urner Gewerkschaften laden zur 1.-Mai-Feier

Diverse Gewerkschaften und Organisationen treffen sich am 1. Mai, um den Tag der Arbeit zu feiern. Dabei thematisieren die Teilnehmer auch aktuelle Probleme.
Urner Gewerkschaften organisieren auch dieses Jahr eine 1.-Mai-Feier. Vergangenes Jahr war unter anderem Gabriel Fischer von der Gewerkschaft Travail Suisse als Redner zu Gast. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 1. Mai 2018))

Urner Gewerkschaften organisieren auch dieses Jahr eine 1.-Mai-Feier. Vergangenes Jahr war unter anderem Gabriel Fischer von der Gewerkschaft Travail Suisse als Redner zu Gast. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 1. Mai 2018))

(pd/stp) Am Mittwoch, 1. Mai, treffen sich Mitglieder von Travail Suisse Uri sowie der Gewerkschaftsbund Uri mit diversen Gewerkschaften und der SP/Juso um 18.30 Uhr im Zeughaus in Altdorf und feiern den Tag der Arbeit. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, sind die Bürger eingeladen, an diesem Anlass teilzunehmen.

Eröffnen wird die Feier der Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. Syna-Regionalsekretär André Müller moderiert den Anlass. Gastrednerin Vania Alleva, Unia-Präsidentin, wird die künftige Gewerkschaftsarbeit thematisieren: «Gute Arbeit ist und bleibt die entscheidende gesellschaftliche Zukunftsfrage», wird sie in der Mitteilung zitiert. Die Gewerkschaften hätten die Aufgabe, sich dieser Frage zu stellen und sie zeitgemäss zu beantworten.

Das Streben nach sinnvoller Arbeit

Laut den Organisatoren wünschen sich die meisten Personen eine möglichst sinnvolle Arbeit, in der sie unter anständigen Bedingungen und mit einem vertretbaren Energie- und Zeiteinsatz einen Lohn erzielen können, der ein würdiges Leben ermöglicht. Während einiger Jahrzehnte habe es so ausgesehen, als ob der Kapitalismus die besten Voraussetzungen dafür böte.

Gemäss der Mitteilung habe die globale Finanzmarktkrise von 2008 jedoch klargemacht: Der Markt habe nicht funktioniert, die Wirtschaft diene nicht den Menschen, sondern umgekehrt. Vania Alleva sagt: «So, wie die Wirtschaft aufgestellt ist, kann sie die drei grossen globalen Herausforderungen der Zukunft nicht bewältigen.» Erstens gebe es statt des sozialen Ausgleichs und Integration eine zunehmende Ungleichheit der Einkommen und Vermögen. Zweitens erschüttere die Konzentration wirtschaftlicher Macht in den Händen einer kleinen globalen Elite das Vertrauen in demokratische Institutionen. «Ausserdem verschliesst die Profitwirtschaft die Augen vor den Auswirkungen der Klimakatastrophe, des Artensterbens und der Umweltverschmutzung. Sie droht unsere Existenzgrundlagen unwiderruflich zu zerstören.»

Mahnfinger für die Zukunft erhoben

Die Gewerkschaften sehen sich selbst traditionell als pragmatische Organisationen. Sie würden an machbaren, konkreten Verbesserungen der Arbeits- und Lebensbedingungen der arbeitenden Personen arbeiten.

Doch die Unia-Präsidentin sieht die Wirtschaft und die Politik in der Krise und mahnt daher: «Es braucht radikale Veränderungen. Die Arbeit muss so organisiert und ihre Früchte so verteilt werden, dass damit sozialer Ausgleich und Integration, Gleichberechtigung und demokratische Willensbildung und nicht zuletzt der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen gefördert werden.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.