GLARUS: 270 historische Rennfahrzeuge am Klausenrennen

Das legendäre Klausenrennen aufersteht. Ende September zum fünften Mal. 270 historische Boliden messen sich auf der 21,5 Kilometer langen Strecke auf der Glarnerseite des Klausenpasses. Erwartet werden 40'000 Zuschauer.

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Teilnehmer des Klausenrennen-Memorials sind 2006 unterwegs mit einer Nazzaro Targa Florida aus dem Jahr 1913. (Archivbild) (Bild: Archiv / Neue UZ)

Teilnehmer des Klausenrennen-Memorials sind 2006 unterwegs mit einer Nazzaro Targa Florida aus dem Jahr 1913. (Archivbild) (Bild: Archiv / Neue UZ)

An den Start des Internationalen Klausenrennen-Memorials gehen am Wochenende vom 28. und 29. September alte Rennautos, Sportwagen sowie Motorräder und Dreiräder. Dies teilte das Organisationskomitee am Donnerstag mit. Zu bewundern sind die schnellen Oldtimer bereits einen Tag zuvor bei der Fahrzeugabnahme auf dem Landsgemeideplatz im Zentrum von Glarus. Die jüngsten Fahrzeuge haben Jahrgang 1946.

Wie bei den originalen Klausenrennen in den Jahren 1922 bis 1934 führt die Strecke vom glarnerischen Linthal über den Urnerboden bis auf die Passhöhe des Klausen im Kanton Uri. Die Oldtimer überwinden 1200 Höhenmeter. Für die Zuschauer gibt es eine Tribüne im denkmalgeschützten Start-S in Linthal sowie Stehplätze entlang der Rennstrecke.

Maximales Tempo oder Gleichmässigkeit

Die Oldtimer werden in vier Kategorien eingeteilt. Bei den Automobilen und Motorrädern mit Fahrerinnen und Fahrern mit Rennlizenz gilt die Bestzeit. Für Teilnehmer ohne Lizenz gibt es sogenannte Gleichmässigkeitsprüfungen. Dabei geht es nicht um maximales Tempo, sondern um eine gleichmässige Fahrweise.

Das erste Klausenrennen-Memorial wurde 1993 durchgeführt. Bei der diesjährigen Austragung versuchen die Veranstalter erstmals, einen Bogen in das 21. Jahrhundert zu schlagen. Neben den Renn-Oldtimern starten Fahrzeuge mit neuen Antriebstechnologien. Die Elektro-, Hybrid- und Erdgasfahrzeuge werden in einer eigenen Kategorie fahren.

Der Wettbewerb um den «Grossen Bergpreis der Schweiz» wurde zwischen den Weltkriegen insgesamt zehn Mal ausgetragen. Die Strecke des seinerzeit bekanntesten Bergrennens Europas galt als die schwerste des Kontinents. Im Gegensatz zu heute wurde auf einer schmaleren und ungeteerten Strasse gefahren.

sda