GÖSCHENEN: Bund plant Ausbau der Schöllenen

Die Schöllenen soll zwischen Göschenen und Andermatt für Velofahrer ausgebaut werden. Davon profitieren auch Autofahrer.

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Lange Autoschlangen schleichen die Schöllenen runter, aufgenommen am 19. Juli 1969. (Bild: Keystone / Photopress-Archiv)

Lange Autoschlangen schleichen die Schöllenen runter, aufgenommen am 19. Juli 1969. (Bild: Keystone / Photopress-Archiv)

Der Bund plant einen Radweg durch die Schöllenen. Voraussichtlich 2014 beginnt das Bundesamt für Strasse (Astra) mit der Sanierung des Abschnitts zwischen Göschenen und Andermatt.

Talwärts will das Astra, wo möglich, die Strasse verbreitern und um einen Velostreifen ergänzen. Bergwärts ist geplant, den Veloweg zumindest teilweise auf der Schutzgalerie der bestehenden Strasse zu führen. Dies sei im Sommer problemlos möglich, denn die Galerie schütze primär vor Lawinen im Winter. «Die Gefahr von Steinschlägen im Sommer sei vernachlässigbar», sagt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach in der NZZ am Sonntag. Zudem soll die Strasse in den Kurven ausgebaut werden. Vom Ausbau profitiert auch der Lastwagen- und Autoverkehr. Denn die bergwärts fahrenden Velofahrer schränken die Kapazität des Verkehrs im Sommer stark ein.

Auch die Urner Regierung möchte die Schöllenen ausbauen. Eine Sanierung beseitige diverse Engpässe, was zukünftig zu einer Verbesserung des Verkehrsflusses führe, schrieb die Regierung bereits 2011 in einer Antwort auf einen Vorstoss im Parlament. Die Instandsetzung der Schöllenen lege einen wesentlichen Grundstein für die weitere, volkswirtschaftliche Entwicklung der erschlossenen Gemeinden und der Talschaft Ursern als Ganzes.

rem