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GÖSCHENEN: Coop investiert in Göschenen eine halbe Million Franken

Coop saniert seine Filiale in Göschenen. Zudem soll gar das Sortiment vergrössert werden. Die Gemeinde ist erleichtert.
Mit der Investition soll vor allem der Energieverbrauch ökonomischer und ökologischer werden. (Bild Urs Hanhart)

Mit der Investition soll vor allem der Energieverbrauch ökonomischer und ökologischer werden. (Bild Urs Hanhart)

Die Coop-Filiale in Göschenen soll im Sommer für rund eine halbe Million Franken saniert werden. Deshalb wird der Verkaufsladen Mitte Juni voraussichtlich für gut zwei Wochen geschlossen. Zwar soll die 233 Quadratmeter grosse Ladenfläche trotz Sanierung gleich gross bleiben. Jedoch wird das heutige Angebot von 6000 Artikeln gesteigert. Dafür ist unter anderem die Installation höherer Regale geplant. Wie viele zusätzliche Artikel ins Sortiment aufgenommen werden, kann zurzeit aber noch nicht kommuniziert werden

Grossverteiler agiert strategisch

«Es wird aber sicherlich in jedem Bereich mehr Artikel geben», sagt Markus Eugster, Leiter Kommunikation Region Nordwestschweiz-Zentralschweiz Zürich bei Coop. Konkret soll das Sortiment «sowohl breiter als auch tiefer werden», wie Eugster sagt. Breiter insofern, als dass die Produktevielfalt grösser wird. Tiefer, als dass mehr Produkte desselben Typs zur Auswahl stehen. Beispielsweise könnte es also fünf statt zwei Sorten Erdbeerjoghurt geben. Zudem will Coop die Filiale umweltfreundlicher machen. Unter anderem werden dafür elektrische Anlagen, Beleuchtung, elektronische Geräte und Kühlanlagen erneuert. «Das sind grosse Investitionen von rund einer halben Million Franken», sagt Eugster. «Diese rechnen sich aber wegen des geringeren Energieverbrauchs langfristig aus ökologischer und ökonomischer Sicht.»

«Die Filiale in Göschenen dient der Grundversorgung», erklärt Eugster. «Hier findet man alles für den täglichen Bedarf. Und das soll auch so bleiben.» Dieses Vorgehen sei Teil der Unternehmensstrategie von Coop: In kleineren Dorffilialen werden die wichtigsten ­Dinge für den Alltag angeboten. In Ballungszentren befinden sich dagegen grosse Filialen für umfangreiche Einkäufe. Aufgrund dieses Konzepts will Coop nun langfristig in Göschenen investieren.

«Bei Coop ist das Festhalten an kleinen Filialen Teil der Geschichte», so Eugster. Die Anfänge des schweizweit agierenden Grossverteilers würden auf kleine Konsumvereine zurückgehen. Schon immer sei die flächendeckende, ländliche Versorgung Teil der Coop-Philosophie gewesen. «Aus diesem Grund möchten wir langfristig in Göschenen präsent bleiben», betont er. Im Unternehmen unterscheide man zwischen den Ladengrössen A, B, C und M. A ist am kleinsten, M am grössten. Und noch immer besitzt Coop anteilsmässig sehr viele Läden des Formats A, zu dem auch die Filiale in Göschenen gehört.

Tourismusresort als Pluspunkt

Felix Cavaletti, Gemeindepräsident von Göschenen, freut sich sehr über den Entscheid von Coop, langfristig in die Dorffiliale zu investieren. Er hat sich an Gesprächen mit dem Grossverteiler für den Erhalt des Ladens eingesetzt: «Der Coop ist für die Bevölkerung sehr wichtig», betont Cavaletti. «Aber auch für Touristen, die Göschenen besuchen. Ein Laden in der Gemeinde erhöht die Lebensqualität im Dorf, und es werden wichtige Arbeitsplätze generiert.»

Der Gemeindepräsident ist zudem der Meinung, dass die Investition mit Blick auf das wachsende Tourismusresort in Andermatt und die kommende zweite Röhre Sinn macht: «Es gibt Angestellte und Saisonniers, die nun nach Göschenen ziehen. Auch diese Leute wollen einkaufen. Für die Zukunft des Dorfs ist die Investition ein Lichtblick.»

Schattdorfer Filialen bleiben

Aktuell gibt es in Uri sechs Coop-­Filialen in fünf Gemeinden. Zuletzt öffnete der Grossverteiler Ende November 2015 eine neue Grossfiliale im Schattdorfer Einkaufscenter Tellpark. «Wir sind mit der neuen Filiale sehr zufrieden», sagt Eugster. «Das Geschäft ist gut angelaufen.» Seit die neue ­Filiale im Tellpark eröffnete, hält sich in Schattdorf jedoch das Gerücht, dass die kleinere Coop-Filiale im Dorf bald schliessen müsse. Kommunikationsleiter Eugster dementiert dieses Gerücht vehement. «Solche Pläne gibt es nicht», sagt er. «Im Gegenteil: Wir sehen die beiden Läden als gegenseitige Ergänzung.»

Anian Heierli

Hinweis

Der genaue Zeitpunkt im Juni, an dem die Coop-­Filiale in Schattdorf aufgrund der Sanierungsarbeiten schliesst, wird zu einem späteren Zeitpunkt exakt kommuniziert.

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