Göschenen
Das Astra erklärt, weshalb am Karfreitag gearbeitet wurde

In Göschenen wurden am Osterwochenende Arbeiten durchgeführt. Daran störten sich Einheimische. Nun erklärt das Astra die Gründe hinter den Arbeiten. Und: Weshalb die Anwohner nicht im Vorfeld informiert worden sind.

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(AH) Vergangene Woche kritisierte ein Leser unserer Zeitung im Leserbrief «Im Namen Gottes», dass am Karfreitag auf der Baustelle 2. Röhre in Göschenen Steinschlagschutznetze montiert wurden. Dem Verfasser des Briefs fehlt dafür das Verständnis. Auch, weil die Arbeiter am Feiertag raus mussten.

Am Osterwochenende wurde in Göschenen nicht nur gebaut. Auf der A2 vor dem Gotthardtunnel staute sich auch der Verkehr.

Am Osterwochenende wurde in Göschenen nicht nur gebaut. Auf der A2 vor dem Gotthardtunnel staute sich auch der Verkehr.

Bild: KEYSTONE ( 1. April 2021)

Das Bundesamt für Strassen (Astra) nimmt nun schriftlich Stellung. Tatsächlich habe man Steinschlagschutznetze Nord montiert. Diese Anlage diene zum Schutz des Installationsplatzes. «Die Arbeiten wurden im Sommer 2020 gestartet und hätten Ende des letzten Jahres abgeschlossen sein sollen», so das Astra. «Es gab jedoch Verzögerungen wegen eines Steinschlag-Ereignisses Anfang November, der nachfolgenden Räumungs- und Sicherungsarbeiten sowie des Wintereinbruchs im Dezember 2020.»

Astra spricht über den hohen Termindruck

Zudem hätte man die Arbeiten wegen der Lawinengefahr Anfang Jahr nicht wie vorgesehen wieder aufnehmen können. «Erst am 1. März 2020 wurde mit den Arbeiten wieder gestartet», schreibt das Astra dazu. Und weiter: «Aufgrund der Terminsituation im Zusammenhang mit dem Start der Arbeiten der nachfolgenden Baulose Anfang April 2021, welche im Schutz dieser neuen Steinschlagschutznetze erfolgen sollen, wird mit Hochdruck an der Fertigstellung der Anlage gearbeitet.» Aus diesem Grund hätte man am Karfreitag gearbeitet. Laut Astra werden die Arbeiter dafür speziell nach Arbeitsgesetz entlöhnt.

Die Frage, ob die Anwohner über die Arbeiten am Feiertag informiert wurden, verneint das Bundesamt folgend: «Da es sich um Arbeiten handelt, die ausserhalb des Dorfes stattfinden, verursachen diese keine Störungen.» Eine entsprechende Bewilligung habe man vom Kanton Uri erhalten.