Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

GÖSCHENEN: Der grosse Herbstputz im Gotthard-Tunnel

Der Gotthardtunnel ist im September während 14 Nächten gesperrt. Nur ganz wenige haben dann Zutritt zum längsten Strassentunnel der Schweiz.
Die Fluchtnischen im Gotthard-Strassentunnel werden auch im Jahr 2015 noch von Hand gereinigt. (Bild: Urs Hanhart)

Die Fluchtnischen im Gotthard-Strassentunnel werden auch im Jahr 2015 noch von Hand gereinigt. (Bild: Urs Hanhart)

«Es ist 20 Uhr, der Gotthard-Strassentunnel ist jetzt frei». Die Stimme aus dem Kommandoraum gibt den Startschuss zu den Revisionsarbeiten, die dreimal im Jahr über mehrere Nächte hinweg stattfinden. Ein Konvoi von Autos, Lastwagen und Lieferwagen mit Anhänger strömt zum Tunnelportal Göschenen. Dort kontrolliert ein Securitas-Mitarbeiter die Ausweise und lässt die Fahrzeuge in den Tunnel.

«Heute finden Reinigungs-, Revisions- und Wartungsarbeiten statt», sagt Erwin Elmiger (43). Er ist beim Amt für Betrieb Nationalstrassen des Kantons Uri tätig und koordiniert die Einsätze der zehn beteiligten Firmen.

Eine solche Revision ist auch bei Kilometer 4 im Gang: Ein dickes 20-Kilowattkabel muss ausgetauscht werden, denn im knapp 17 Kilometer langen Tunnel wird ein neues Video-Überwachungssystem installiert.

Nachdem die Tunnelwand in der Nische abgespritzt worden ist, wird die Strasse gereinigt. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Der Gotthard-Tunnel ist während 14 Nächten jeweils von 19.30 bis 5 Uhr gesperrt. Dann werden unter anderem die Wände von Hand geputzt. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Zwei Mitarbeiter ziehen ein neues Kabel für das neue Videoüberwachungssystem ein. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Stefan Varga von der Spezialfirma Cleartech GmbH reinigt die Abluftklappe mit Trockeneis. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Die Temperatur von Trockeneis liegt bei minus 80 Grad. Trockeneis verdampft bei Raumtemperatur, ohne dass dabei Flüssigkeit zurückbleibt. Deshalb eignet sich Trockeneis besonders gut für die Reinigung der Abluftklappen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Hier wird die Luft abgezogen: Dreckige Wände und dreckige Abluftklappen direkt oberhalb der Tunnelröhre. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Zwischen der Betonwand und dem Fels sammelt sich viel Dreck, der abgesaugt werden muss. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Im Berg macht die eidgenössiche Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) einen Langzeitversuch. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Untersucht wird das Korrosionsverhalten von sicherheitsrelevanten Befestigungselementen aus nichtrostendem Stahl im Gotthard-Strassentunnel über einen Zeitraum von zehn Jahren. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Erwin Elmiger, Koordinator der Revisionsarbeiten im Gotthard-Strassentunnel, steht im Fluchtstollen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Bei diesem Schacht hat sich ein grösserer Spalt gebildet. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Der ganze Schacht muss ersetzt werden. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Sämtliches Material muss abtransportiert werden, damit der Verkehr ab 5 Uhr wieder fliessen kann. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Sie fahren von Nische zu Nische, um sie vom Dreck zu säubern. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Auch grosse Baumaschinen kommen bei den Revisionsarbeiten zum Einsatz. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Zwei Mitarbeiter des Elektrizitätswerk Altdorf ziehen vor dem Gotthard-Tunnel ein Kabel ein. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Der Tunnel wird während der gesperrten Zeit auch minutiös inspiziert. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Diese Stickstoff-Flaschen kommen im Brandfall zur Anwendung. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Ein Ventilator oberhalb der Tunneldecke im Gotthard-Strassentunnel: sie werden regelmässig ausgetauscht und revidiert. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
19 Bilder

Herbstputz im Gotthard-Tunnel

Bei Kilometer elf steigen die Temperaturen über 30 Grad. Die Putzmaschine hört man schon von weitem durch den Tunnel dröhnen. Mit einer Hochdruckpistole schiesst Stefan Varga von der Firma Cleartech Trockeneis auf eine Abluftklappe an der Decke. Etwas weiter vorne werden Fluchtnischen und Wasserabläufe von Hand gereinigt. Sie sind zu klein für die grossen Putzmaschinen.

Unter den Arbeitern ist kurz vor Mitternacht eine gewisse Hektik zu spüren, denn morgens um 5 Uhr muss der Verkehr wieder fliessen. Dann rollen knapp 17'000 Fahrzeuge durch den Tunnel, bevor die Ampel wieder auf rot gestellt werden.

Mehr lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag vom 20. September.

René Meier

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.