GÖSCHENEN: Die Hoffnung liegt in der Mithilfe der Bevölkerung

Am 21. Mai stimmt die Gemeinde über den Kredit für den zweiten Teil der Sanierung der Sport- und Zivilschutzanlage ab.

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Legt die Mehrheit der Göschener Bevölkerung am 21. Mai ein Ja in die Urne, soll das ursprüngliche Hallenbad in einen Theater- und Mehrzweckraum umgewandelt werden. Ein Teil der Gebäude, die Turnhalle, Wohnung und die Zivilschutzanlage, konnten schon vergangenes Jahr erfolgreich renoviert werden, da 2014 ein Kredit von 1,2 Millionen Franken aufgenommen wurde.

Nun soll der restliche Teil der Anlage renoviert werden. Dafür wird ein Kredit von 2,21 Millionen Franken benötigt. Für den im 1976 gebaute Gebäudekomplex mit Hallenbad ist der Bau eines Mehrzweckraums und die Erneuerung der alten Fassade sowie der gespaltenen Gläser der Fensterfront vorgesehen. Darin sollen künftig neben Theateraufführungen und der Fasnacht weitere Veranstaltungen stattfinden. Zusätzlich ist der Einbau einer Küche geplant, um einen Mittagstisch zu ermöglichen. Ausserdem werden alte Installationen im Technikraum ausgebaut und entsorgt, die Elektrohauptverteilung und die Lüftungsanlage erneuert und die Heizungs- und Sanitäranlage angepasst und umgebaut.

Vereine könnten Fronarbeit leisten

«Es ist immer schwierig zu sagen, ob ein Kreditbegehren angenommen wird», sagt der Gemeinderatspräsident von Göschenen, Felix Cavaletti. Er hält die Sanierung für notwendig und ist trotz grossem Vorhaben optimistisch. Schliesslich ginge es um einen Werterhalt der gemeindeeigenen Liegenschaften, also um Gebäude, die den Bürgern selber ge­hören.

Cavaletti erhofft sich auch Mithilfe der Bevölkerung in Form von Fronarbeit. Besonders Abbrucharbeiten wie beispielsweise das Ausreissen des Holzbodens im ehemaligen Hallenbadbecken könnten von Einwohnern durchgeführt werden. Er kann sich vorstellen, dass vor allem Vereine, die später den Mehrzweckraum nutzen werden, mithelfen werden. Auf diese Weise könnten einige tausend Franken eingespart werden. «Das wäre zwar nur ein kleiner Wermutstropfen, aber dennoch eine grosse Hilfe», meint Cavaletti.

Massnahmen sind auch bei Ablehnung nötig

Bei einem positiven Ausgang der Abstimmung wird im Frühjahr 2018 mit der Sanierung begonnen. Bis dahin werden die Ausschreibungen und Planungsarbeiten in Angriff genommen, und voraussichtlich wären die Sanierungen im Spätherbst 2018 beendet.

Sollte der Antrag abgelehnt werden, ginge es nach Cavalettis Aussage weiter wie bisher. Das heisst, der Zustand des Gebäudes würde sich weiter verschlechtern. Somit wären, um einen Zerfall zu vermeiden, früher oder später trotzdem gewisse Massnahmen nötig.

 

Daria Baur und Matea Matic

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die Abstimmung in der Gemeinde Göschenen findet am Sonntag, 21. Mai, statt.