GÖSCHENEN: Ein Dutzend Polizisten im Osterstau-Einsatz

Alle Jahre wieder: Die Kantonspolizei Uri verdoppelt auf Ostern hin ihren Personaleinsatz vor dem Gotthard. Rund ein Dutzend Verkehrspolizisten werden an der Autobahn im Einsatz stehen.

Drucken
Teilen
Osterstau bei Silenen im Jahr 2001. (Bild Peter Appius/Neue LZ)

Osterstau bei Silenen im Jahr 2001. (Bild Peter Appius/Neue LZ)

Sie halten Kontakt zum Lagebüro in Göschenen, dem Herz des Urner Staueinsatzes, wie der Chef der Urner Kantonspolizei, Damian Meier, sagt. Das Lagebüro wiederum steht in Verbindung zur Verkehrsmanagementzentrale des Bundes.

Bereit für Pannen-Szenario
Unmittelbar vor dem Gotthardtunnel steht die Urner Polizei bereit, um sofort eingreifen zu können, falls ein Automobilist im Tunnel ein Panne hätte und abgeschleppt werden müsste, damit kein Tunnelstau entsteht. Ein anderer Polizist steht in Amsteg: Sobald sich der Verkehr vor dem Gotthard auf sechs Kilometern staut, stoppt er den Verkehr in Amsteg. Denn nach Amsteg besteht auf 5,5 Kilometern Länge kein Pannenstreifen, ein Stauaufbau soll hier unbedingt verhindert werden.

Rettungsweg nicht blockieren
Auch auf einen Stau von rund drei Kilometern Länge zwischen Gotthard und Wassen reagiert die Polizei: Die Autobahneinfahrt Göschenen wird gesperrt, damit Stau-Umfahrer nicht via Kantonsstrasse ausweichen und damit diesen Rettungsweg für die Ambulanz blockieren. Stau-Umfahrer sind auch in den Dörfern – ausser bei Restaurantbetreibern – wenig beliebt. Dank den Navigationsgeräten gehören zu den Umfahrern längst nicht mehr nur Ortskundige, wie Meier sagt.

Der Osterstau in Uri erreichte in den vergangenen Jahren oft eine Länge von zehn Kilometern. Er ist für die Urner der prominenteste, doch nicht immer der längste des Jahres.

ap