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GÖSCHENEN: Keine Extrawurst für Fernbusse

Busse dürfen bei Stau nicht die Noteinfahrt in den Gotthard-Strassentunnel nutzen. Dies bleibt der Feuerwehr und der Polizei bei Notfällen vorbehalten, wie Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti klarstellt.
Markus Zwyssig
Solche Busse machen Zügen Konkurrenz. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Kloten, 1. November 2017))

Solche Busse machen Zügen Konkurrenz. (Bild: Gaetan Bally/Keystone (Kloten, 1. November 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Die Firma Domo Reisen will auf den 10. Dezember ein Fernbusnetz starten. Dabei sollen auch Busse von Basel via Gotthard-Route nach Bellinzona und Lugano fahren (wir berichteten).

Das Pikante an der Sache: Bei Stau will das Busunternehmen aus Glattbrugg in Göschenen via Werkhof über die Noteinfahrt direkt in den Gotthardtunnel fahren. Diesbezüglich habe man eine Zusage, wurde Patrick Angehrn, Leiter Linienbusverkehr bei Domo Reisen, in unserer Zeitung zitiert. Der Urner Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti bezeichnete dies jedoch im Landrat als Falschmeldung. Angehrn war am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Busse dürfen nicht die Noteinfahrt nutzen

Peter Tresch (FDP, Göschenen) hatte im Rahmen der Frage­stunde das Thema auf den Tisch gebracht. Er machte sich Sorgen, dass auch andere Reisebusse versuchen könnten, auf der Kantonsstrasse den Stau zu umfahren und via Noteinfahrt in den Gotthard-Strassentunnel und damit schneller in den Süden zu ge­langen. «Niemand, weder die Kantonspolizeien Uri und Tessin noch das Bundesamt für Strassen oder das Bundesamt für Verkehr, hat eine Bewilligung erteilt», wurde Moretti deutlich. «Es gibt in solch einem Fall keine privilegierte Bewilligung, die Noteinfahrt in den Gotthard-Strassentunnel zu benutzen.»

Die Noteinfahrt liegt auf dem Hoheitsgebiet des Bundes. «Trotzdem geht das Astra davon aus, dass die Kantonspolizei Uri für die Erteilung der Bewilligung zuständig ist», so Moretti. Darum hat die Kantonspolizei Uri auch eine Kommandoweisung, welche die Nutzung der Noteinfahrt über den Werkhof Göschenen in den Gotthard-Strassentunnel regelt. Dies sei grundsätzlich Feuerwehr, Sanität, Polizei, die sich im Einsatz befinden, vorbehalten. Daneben dürfe auch der Urner oder der Tessiner Regierungsrat via Noteinfahrt in den Gotthard-Strassentunnel fahren. Dies sei aber nur erlaubt, wenn es sich um berufliche Notfälle handle. Im Moment ist es gar nicht möglich, die Barriere der Noteinfahrt vom Werkhof Flüelen aus zu öffnen. «Daher muss bei einem Notfall jedes Mal ein Patrouillenauto der Polizei vorfahren und die Barriere von Hand öffnen», so Moretti. Und er versicherte: «Das passiert höchst selten.» Und daran solle sich auch nichts ändern.

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