GÖSCHENEN: Kraftwerk lässt 75 Milliarden Liter Wasser ab

Der Stausee auf der Göscheneralp in Kanton Uri ist fast ganz leer. Der Betreiber hat das Wasser abgelassen, was lediglich alle zehn Jahre stattfindet.

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Der Göscheneralpsee ist fast leer. (Bild PD)

Der Göscheneralpsee ist fast leer. (Bild PD)

Ein grosses Loch statt viele Millionen Liter Wasser – dieses Bild präsentiert sich derzeit beim Stausee auf der Göscheneralp. Grund sind Kontrollen der baulichen Anlagen im See und im Druckstollen. Seit dem 1. Januar hat die Kraftwerk Göschenen AG mit der kompletten Entleerung des Stausees begonnen. Am 18. März soll der Stausee wieder seinen Betrieb aufnehmen.

Der Göscheneralpsee umfasst 75 Milliarden Liter Nutzwasser. An der tiefsten Stelle des Sees verblieb Restwasser, in das sich die Fische zurückziehen konnten, wie die Kraftwerk Göschenen AG am Mittwoch mitteilten.

Inspiziert werden unter anderem Bau- und Stahlwasserbauanlagen beim Einlauf und beim Grundablass. Die Hydraulikanlagen stammen aus der Zeit der Betriebsaufnahme im Jahr 1961. Die diesjährige Kontrolle und Sanierung kostet rund 650'000 Franken.

Im Stausee auf der Göscheneralp sammelt sich unter anderem Wasser der Göscheneralp-, Furka- und Voralpreuss. Was im Sommer in den See fliesst, wird für die Energieerzeugung im Winter gespeichert. Das gefasste Wasser schiesst durch einen sieben Kilometer langen Druckstollen und in einem 900 Meter langen Druckschacht steil hinab ins Kraftwerk Göschenen.

Die Strasse zum Göscheneralpsee ist über den Winter ab Abfrutt geschlossen. Ein Zustieg mit Schneeschuhen oder Tourenskier erfolgt auf eigene Verantwortung und ist nur bei sicherer Wetter- und Lawinensituation zu empfehlen.

sda/rem