Göschenen setzt auf Fernwärme

Mit Rückstellungen können sämtliche gemeindeeigenen Gebäude ans Fernwärmenetz angeschlossen werden. Eine Kommission soll sich mit der Zukunft der Gemeindekanzlei auseinander setzen.

Florian Arnold
Hören
Drucken
Teilen
Öffentliche Gebäude werden künftig mit Wärme vom Heizwerk Göschenen geheizt.

Öffentliche Gebäude werden künftig mit Wärme vom Heizwerk Göschenen geheizt.

Bild: Manuela Jans-Koch | LZ

Die Gemeinde Göschenen hat am Freitag dem Budget 2020 zugestimmt. Dieses weist ein Defizit von 194'000 Franken aus, dies bei einem Gesamtaufwand von 2,1 Millionen. Grund für die negativen Zahlen sind die hohen Abschreibungen hauptsächlich wegen der Investitionen in die Aula von über 2 Millionen. Diese belasten nun die Budgets der Folgejahre. Trotzdem kam aus der Versammlungsmitte die Bitte, dass sich auch der Gemeinderat von Göschenen mit einer Steuersenkung befassen soll - so wie etwa die Nachbargemeinde Wassen. Vorerst bleibt der Steuerfuss aber bei 112 Prozent. Genehmigt wurde auch das Budget des Elektrizitätswerks Göschenen, das mit einem leichten Ertragsübschuss von 7550 Franken rechnet. Investiert werden sollen netto 1,7 Millionen Franken.

Wahlen in der Gemeinde Göschenen

Kreisschulrat Urner Oberland

Gewählt ist Beat Schädler.

EWG-Rat

Gewählt sind Hugo Gamma-Walker (Vizepräsident) und Barbara Thürig (Sekretärin)

RPK

Gewählt ist neu Vera Schädler

Baukommission

Gewählt ist Pius Tresch, bestätigt wurde Raimund Walker

Wasserversorgung

Gewählt ist als Brunnenmeister Gottfried Walker

Gemeindeweibel

Gewählt ist für ein Jahr Bernhard Gamma

Bei der ersten Etappe der Sanierung der Sportanlage konnten 196’000 Franken zurückgestellt werden. Mit diesem Geld sollte die Anlage ans Heizwerk Göschenen, von dem aus auch das Tourismusresort in Andermatt versorgt wird, angeschlossen werden. Nun fallen die Anschlusskosten tiefer aus, sodass mit den Rückstellungen sämtliche gemeindeeigenen Liegenschaften ans Fernwärmenetz angeschlossen werden können. Diesem Antrag des Gemeinderats stimmte die Bevölkerung zu.

Einstimmig gutgeheissen wurde die Tarifstruktur des Elektrizitätswerks Göschenen. Diese hängen mit der Energiestrategie 2050 des Bundes zusammen. Wegen neuen Messsystemen steigt die Miete für die intelligenten Stromzähler geringfügig an. Zudem wird die Tarifstruktur etwas schlanker, da einzelne Segmene zusammengelegt werden. Genehmigt wurden auch die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Elektrizitätswerks Göschenen.

Die Göschener begrüssen die Gründung einer Kommission, die sich mit der Gemeindekanzlei der Zukunft auseinandersetzen und eine Vision entwickeln soll. Die heutige Kanzlei ist in die Jahre gekommen. Geprüft werden verschiedene Ideen, etwa zu einem neuen Standort, einem Neu- oder Umbau.