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GÖSCHENEN: Zweite Gotthard-Röhre: Jetzt wird’s konkret

Infotafeln und Profilstangen im Dorf machen es deutlich: Das Projekt «Zweite Gotthardröhre» rückt näher. Seit Freitag liegt das Ausführungsprojekt öffentlich auf, gestern wurde die Bevölkerung in Göschenen informiert.
Carmen Epp
Die zweite Röhre soll östlich des bestehenden Tunnels – im Bild das Nordportal – zu stehen kommen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (31. August 2017))

Die zweite Röhre soll östlich des bestehenden Tunnels – im Bild das Nordportal – zu stehen kommen. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (31. August 2017))

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Was einst nur in der Theorie diskutiert wurde, wird immer fassbarer: der Bau der zweiten Röhre am Gotthard. Um das jetzt öffentlich aufliegende Projekt der Bevölkerung vorzustellen, lud das Bundesamt für Strassen (Astra) gestern zur Informationsveranstaltung im Bahnhofbuffet in Göschenen ein.

Dabei orientierten Astra-Vizedirektor Guido Biaggio, Grossprojektleiterin Valentina Kumpusch, die Chefs der Astra-Filialen Bellinzona und Zofingen, Marco Fioroni und Richard Ko­cherhans, der Urner Baudirektor Roger Nager und Göschenens Gemeindepräsident Felix Cavaletti über das Projekt.

Referenten streichen Vorteile hervor

Nach einem Gesamtüberblick gingen die Referenten vor allem auf das ein, was die zahlreichen Besucher der Infoveranstaltung vor allem interessierte: die Folgen des Baus für die Gemeinde Göschenen. Während der siebenjährigen Bauzeit, die frühestens 2020 beginnt, werde die Gemeinde viele Emissionen zu ertragen haben. Die Referenten bemühten sich aber, die Vorteile des Projekts für die Gemeinde hervorzustreichen. So soll das Bahnhofsgebäude während des Baus als Infozentrum, danach aber weiterhin touristisch genutzt werden können. Die Tiefgarage der Kantine soll der Gemeinde erhalten bleiben, ein für Unterkünfte geplanter Neubau nachgenutzt und die Gemeinde nachhaltig mit Fernwärme erschlossen werden. Auch die Göscheneralp wird profitieren, wie Valentina Kumpusch erläuterte: Um die negative Ökobilanz der Baustelle in Göschenen auszugleichen, ist ein Landschaftsentwicklungskonzept im Göscheneralptal vorgesehen. Auch Cavaletti und Nager sehen dem Projekt positiv entgegen. Dies zumal der Kanton und auch die Gemeinde profitieren würden, etwa durch Quellensteuern.

Die meisten Informationen waren für die versammelten Besucher nicht neu, weshalb im Anschluss kaum Fragen gestellt wurden. Sogar Kilian T. Elsasser, der sich zuletzt medienwirksam als Kritiker des Vorhabens in Göschenen geäussert hatte, schlug erstmals hoffnungsvolle Töne an. Er sehe «eine Taube, die hoffentlich zum Spatz wird».

Hinweis: Mehr dazu gibt es in der Ausgabe vom Mittwoch, 9. Mai.

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