Göschener sagen Ja zu neuer Gemeindekanzlei

Die Stimmbürger haben ein Kreditbegehren von 320'000 Franken für die Umnutzung der bisherigen Arztpraxis zur Gemeindekanzlei deutlich gutgeheissen. Darin enthalten ist der Abbruch der alten Gemeindekanzlei.

Markus Zwyssig
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So soll dereinst in der neuen Gemeindekanzlei Göschenen gearbeitet werden.

So soll dereinst in der neuen Gemeindekanzlei Göschenen gearbeitet werden.

Visualisierung: PD

Mit 154 Ja- und 46 Nein-Stimmen wurde in Göschenen klar ein Kreditbegehren von 320'000 Franken für die Umnutzung der Arztpraxis zur Gemeindekanzlei angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 67,3 Prozent.

An der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2020 hatte der Gemeinderat den Stimmbürgern drei Vorschläge für einen möglichen Standort der Gemeindekanzlei unterbreitet. Die Stimmberechtigten entschieden sich für die Variante «Villa Bergruh», und der Gemeinderat gründete eine Kommission.

Suche nach Arzt war stets erfolglos

Damit soll die Arztpraxis der neuen Gemeindekanzlei weichen. Ein Weiterführen ist zurzeit ausgeschlossen, denn die Suche nach einem Arzt verlief erfolglos. Der Geschäftsführer des Elektrizitätswerk Göschenen wird ebenfalls in der neuen Gemeindekanzlei ein Büro erhalten und so können Synergien genutzt werden, wie der Gemeinderat schreibt. Das Elektrizitätswerk Göschenen wird sich anteilsmässig an den Investitionskosten beteiligen. Die entsprechende Vereinbarung mit dem definitiven Kostenteiler wird nach Vorliegen der Schlussabrechnung abgeschlossen.

Die Raumaufteilung in der Arztpraxis «Villa Bergruh» muss laut dem Projektbeschrieb für die Umnutzung in Verwaltungsräumlichkeiten nicht angepasst werden. Alle bestehenden Schränke und Einbauten werden ausgebaut. Die Position Elektroarbeiten/Beleuchtung und Netzwerk schlägt mit rund 40'000 Franken zu Buche, dies aufgrund der Überalterung, der Nichtabsicherung von Schutzleitsystemen und der autonomen Trennung des Hauptverteilsystems «Villa Bergruh». Die Hauptverteilung entspreche nicht mehr dem Stand der Technik und sei veraltet. Von Seiten Sanitär müssen die beiden WC-Anlagen komplett neu eingerichtet werden, die Wände müssen verputzt und gestrichen werden.

Durch die neue Raumeinteilung im Korridor muss die heruntergehängte Decke im ganzen Korridor ersetzt und ergänzt werden. Auch in zwei Büros müssen aus akustischen Gründen – es herrsche extrem starker Hall –heruntergehängte Decken eingebaut werden. Einen neuen Bodenbelag erhalten die Verwaltungsräumlichkeiten und die beiden Einzelbüros. Sämtliche Arbeitsplätze würden neu eingerichtet mit höhenverstellbaren Bürotischen und neuen Stühlen. Die Kosten dafür belaufen sich auf knapp 278'000 Franken.

Im Gesamtkredit ist der Abbruch der alten Gemeindekanzlei in der Höhe von 40'000 Franken eingerechnet. Das Gebäude soll im Frühling kommenden Jahres abgebrochen werden.