GÖSCHENERALP: Göscheneralpsee: 8 Meter höherer Staudamm?

Der Verwaltungsrat der Kraftwerk Göschenen AG (KWG) hat einen Kredit von 1,6 Millionen Franken für die Planung einer Staudammerhöhung gesprochen.

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Die Staumauer des Göscheneralpsees (rot eingezeichnet) soll acht Meter höher werden. (Bild: Screenshot map.search.ch)

Die Staumauer des Göscheneralpsees (rot eingezeichnet) soll acht Meter höher werden. (Bild: Screenshot map.search.ch)

Vorgesehen ist eine Erhöhung des Staudamms des Göscheneralpsees um rund acht Meter, heisst es in einer Mitteilung der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW). Der Grund sei, dass das Kraftwerk Göschenen (KWG) mit einem grösseren Wasserspeicher den Strom effizienter produzieren könne.

Die Zuflüsse durch die Schneeschmelze lassen laut Mitteilung im Frühsommer den Wasserspiegel stark ansteigen. Dadurch würden die Kraftwerksbetreiber gezwungen, das Wasser auch nachts und an den Wochenenden zur Stromproduktion zu nutzen, obwohl die Nachfrage in diesen Zeiten geringer sei. Mit einem grösseren Speicher würden zusätzliche Wassermengen zurückgehalten und gezielter genutzt werden können.

Durch die geplante Dammerhöhung soll der Stauinhalt von 75 Millionen Kubikmetern um 11,6 Millionen Kubikmeter ansteigen. Zudem könne das Kraftwerk Göschenen jährlich Strom für rund 350 Haushalte zusätzlich produzieren.

Bauzeit voraussichtlich bis Ende 2013
In einer ersten Phase werden die Arbeiten bis zur Baueingabe geplant, dies dauert laut Mitteilung voraussichtlich bis in den Herbst 2010. Die Kraftwerk Göschenen AG rechne mit einem möglichen Baubeginn im Mai 2011, mit einer Bauzeit bis Ende 2013, heisst es weiter. Die Gesamtkosten für die Dammerhöhung betragen voraussichtlich 24 Millionen Franken.

Alle betroffenen Stellen des Kantons, die Exekutive Uri, die Gemeinde Göschenen und die Umweltverbände seien über das Vorhaben informiert, heisst es.

ana