GOLDAU: Südostbahn möchte auf Gotthardstrecke fahren

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) will nach der Eröffnung des Gotthardbasistunnels stündlich die Bergstrecke befahren. Sie hat Bund und Kantonen ein Konzept für eine Direktverbindung von Arth-Goldau nach Lugano unterbreitet.

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Die Südostbahn soll neu auf der Gotthardstrecke (hier bei Amsteg) fahren. (Bild: Keystone)

Die Südostbahn soll neu auf der Gotthardstrecke (hier bei Amsteg) fahren. (Bild: Keystone)

Das Bahnnetz der in St. Gallen ansässigen SOB kreuzt in Arth-Goldau die Gotthardlinie. Die SOB hatte im letzten Sommer ihr Interesse an der Gotthardbergstrecke angemeldet. Die von ihr vorgelegte Machbarkeitsstudie wurde vom Bundesamt für Verkehr aber als ungenügend kritisiert.

Die SOB sei nach reiflichen Überlegungen über die Bücher gegangen, teilte das Bahnunternehmen mit. Es habe nun ein neues Angebotskonzept («Treno Gottardo») inklusive Richtofferte erarbeitet.

Das neue SOB-Projekt sieht nicht nur ein Grundangebot für die Pendler vor, sondern auch die touristische Vermarktung der Strecke. Für den wirtschaftlichen Betrieb reichten die teils schwachen Pendlerpotenziale allein nicht aus, teilte die SOB mit.

Die SOB greift beim Projekt «Treno Gottardo» auf ihre Erfahrungen mit dem «Voralpen-Express» (St. Gallen-Arth-Goldau-Luzern) zurück. Sei habe bei diesem den klassischen Pendlerverkehr mit den Bedürfnissen des Freizeit- und Tourismusverkehrs verzahnt. Die Regionen entlang der Gotthardstrecke hätten ähnliche Strukturen und ein vergleichbares Potential, schreibt die SOB.

Ihr Angebot für eine stündliche Direktverbindung von Arth-Goldau nach Lugano sei im Gesamtsystem des öffentlichen Verkehrs eingebettet, schreibt die SOB. In den Knoten gebe es optimale Anschlusssituationen.

Als Rollmaterial einsetzen will die SOB Triebzüge, die einen offenen und durchgängigen Fahrgastraum haben. Die Züge sollen begleitet sein.

sda