Petra Gössi drückt allen Kandidaten der Urner FDP die Daumen

Die FDP Uri sagt am 9. Februar einmal Nein und einmal Ja. Prominenter Gast am Parteitag am Dienstagabend, 14. Januar, war die Präsidentin der FDP Schweiz.

Markus Zwyssig
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Petra Gössi zusammen mit Roger Nager, Urs Janett, Georg Simmen und Ruedi Cathry.

Petra Gössi zusammen mit Roger Nager, Urs Janett, Georg Simmen und Ruedi Cathry.

Bild: Markus Zwyssig (Schattdorf, 14. Januar 2020)

Die Mitglieder der FDP Uri fassten an ihrem Parteitag im Alters- und Pflegeheim Rüttigarten in Schattdorf die Parolen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 9. Februar. Die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» wird von den Mitgliedern der FDP Uri einstimmig zur Ablehnung empfohlen. Finanzdirektor Urs Janett sprach von einem zu grossen Eingriff in die Eigentumsfreiheit. «Die Initianten irren sich, auch Private können preisgünstige Wohnungen schaffen», so Janett. Der Markt solle nicht verzerrt, sondern so frei wie möglich sein. Es gelte Nein zu sagen zu staatlichen Geistersiedlungen.

Grossmehrheitlich gutgeheissen wurde hingegen die Änderung des Strafgesetzbuches und des Militärstrafgesetzes (Verbot von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung). Die Parole wurde bei 12 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen gefasst. «Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut», sagte der Realper Landrat Georg Simmen. «Es soll nicht erlaubt sein, jeden Blödsinn zu verbreiten.»

Steinegger kandidiert wieder für Landrat

Neben der Parolenfassung war der Parteitag aber auch Auftakt zum Wahlkampf. Am 8. März finden die Gesamterneuerungswahlen in den Regierungs- und den Landrat statt. Für die FDP Uri steigen die beiden bisherigen Regierungsräte, Baudirektor Roger Nager und Finanzdirektor Urs Janett, sowie neu der Realper Landrat Georg Simmen ins Rennen. Urs Janett wird der Urner Bevölkerung zur Wahl als Landesstatthalter vorgeschlagen. Im Landrat hat die FDP Uri 18 Sitze zu verteidigen. Erfreut konnte Ruedi Cathry, Präsident der FDP Uri, mitteilen, dass Matthias Steinegger wieder in Flüelen kandidieren wird. Gesundheitlich habe er sich entsprechend erholt, sodass er sich politisch wieder engagieren könne.

Petra Gössi, Präsidentin der FDP Schweiz, sprach den Kandidaten Mut zu für den Wahlkampf. «Engagement ist das A und O für alle Politiker», so Gössi. Uri habe aus den Reihen der FDP immer wieder sehr gute Politiker hervorgebracht. Sie drücke allen Kandidatinnen und Kandidaten die Daumen und wünsche alles Gute für den Wahlkampf.

Yves Loretz, Co-Präsident der Jungfreisinnigen Uri, stellte die Renten-Initiative vor. Er zeigte auf, dass zum Erhalt der Altersvorsorge eine Erhöhung des Rentenalters notwendig ist.

Pius Fuchs, scheidender Geschäftsführer des Alters- und Pflegeheims, nutze die Gelegenheit, den FDP-Politikern das «Rüttigarten» vorzustellen. Das Haus bietet 84 Pflegeplätze (inklusive Ferienzimmer). 104 Personen arbeiten im Alters- und Pflegeheim.