GOTTHARD: 200 Retter proben Horror-Crash

Einsatzkräfte aus der ganzen Zentralschweiz haben im Tunnel einen Grossunfall inszeniert. Die Übung ist gut verlaufen. Trotzdem gibt es Verbesserungspotential.

Anian Heierli
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Die Feuerwehrmänner der Schadenwehr Gotthard treffen nach wenigen Minuten als erste der Einsatzkräfte am Unfallort ein. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Die Feuerwehrmänner der Schadenwehr Gotthard treffen nach wenigen Minuten als erste der Einsatzkräfte am Unfallort ein. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Am Donnerstag haben Rettungskräfte aus der ganzen Zentralschweiz im Gotthardtunnel den Ernstfall geprobt. Insgesamt standen 200 Retter im Einsatz. Unter anderem von der Polizei, der Schadenwehr Gotthard, der Feuerwehr und der Sanität. Ebenfalls beteiligt waren 25 Figuranten, die als Verletzte ihr Schauspieltalent demonstrierten. Das oberste Ziel der Grossübung: Die Kommunikation und das Zusammenspiel der Rettungspartner zu prüfen. Geprobt wurde im Parkstollen des Gotthardtunnels.

Zum Schluss der Übung hat Beat Walther, Gesamtleiter und stellvertretender Kommandant der Schadenwehr Gotthard, zusammen mit Damian Meier, Einsatzleiter der Urner Polizei, ein positives Fazit gezogen. «Wir haben ein Grossereignis mit vernünftigem Aufwand bewältigt», so Meier. Und daran habe er im Vorfeld gezweifelt. «Kurz vor der Übung ist die Stimmung unter den Helfern äusserst locker gewesen. Trotzdem hat während des Einsatzes die nötige Spannung geherrscht», sagte Meier. Der Teufel liege aber im Detail. «Bei der Kommunikation gibt es einzelne Mängel, die es zu beheben gilt.» Meier ist aber überzeugt, dass auch im Ernstfall ein Unfall dieser Grösse bewältigt werden kann.