Bilanz
Matterhorn-Gotthard-Bahn transportiert weniger Gäste – Autoverlad verzeichnet Rekordergebnis

Die Walliser Bahn- und Touristikgruppe BVZ schreibt mit einem Verlust von 7 Millionen Franken erstmals rote Zahlen. Zudem streicht sie die Dividenden.

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Autoverlad Furka in Realp.

Autoverlad Furka in Realp.

Bild: Gaetan Bally / Keystone

(pl) Die BVZ Holding AG beklagt erstmals in der Geschichte einen Verlust von 7 Millionen Franken – ein Jahr zuvor erzielte sie noch ein Rekordergebnis. Dank eines Sparprogramms sei es dem Unternehmen gelungen, die Betriebskosten zu senken und die Verluste etwas abzufedern. Der Ertrag der BVZ sank um 29 Prozent auf 128 Millionen Franken, bilanzieren die Verantwortlichen vor den Medien am Mittwochmorgen. Insbesondere im Regionalverkehr und bei der Gornergrat Bahn seien die Erträge zurückgegangen.

Zur BVZ Holding AG gehören die Matterhorn Gotthard Bahn, die Gornergrat Bahn und das Tochterunternehmen Glacier Express. Die Gornergratbahn transportierte im Jahr 2020 nur noch etwa halb so viele Gäste wie im Jahr zuvor. Auch die Matterhorn Gotthard Bahn und der Glacier Express transportierten spürbar weniger Gäste – der Rückgang war dort weniger stark. Der Autoverlad an der Furka und Oberalp hingegen verzeichnete ein Rekordergebnis.

Trotz den schwierigen Bedingungen wolle man an den geplanten Investitionen für die Zukunft festhalten. Dazu gehören die Beschaffung von neuem Rollmaterial für die Matterhorn Gotthard Bahn und die Gornergrat Bahn – 27 Züge für über 300 Millionen Franken bis im Jahr 2028. Der Verwaltungsrat empfiehlt der Generalversammlung im April, keine Dividenden auszuschütten. Zudem kommt es zu einem Wechsel im Verwaltungsrat: Verwaltungsratspräsident Jean-Pierre Schmid verlässt das Gremium nach vielen Jahren, teilt die BVZ mit. An der kommenden Generalversammlung werde Patrick Z’Brun als Nachfolger vorgeschlagen.