GOTTHARD: Bei Stau klingelt das Telefon bis 200 mal

Am Gotthard staut sich auch an diesem Wochenende der Ferienreiseverkehr. Da läutet das Telefon in der Zentrale des Werkhofs Göschenen besonders oft.

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Karl Walker ist Zentralist im Werkhof Göschenen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Karl Walker ist Zentralist im Werkhof Göschenen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Karl Walker und seine Kollegen wachen in der Zentrale des Werkhofs Göschenen über den 17 Kilometer langen Strassentunnel. Mit wachem Blick kontrolliert der 45-Jährige die vielen Monitore, auf denen sämtliche Bilder der Überwachungskameras im Tunnel und von der Gotthard-Nordrampe eingehen. Insbesondere während der Stauzeit eine strenge Arbeit: «Der Aufwand ist schon grösser: Wir müssen der Verkehrsinformationszentrale Viasuisse ständig die aktuellste Stausituation melden und sehr viele Telefonanrufe entgegennehmen», bilanziert Walker.

Die Anrufe stammen meist von Verkehrsteilnehmern mit Handy: Trotz Radio und weiterer Informationsmittel wollen sie die Situation am Gotthard aus erster Hand bestätigt wissen. «Wichtig ist, dass man noch beim 200. Anruf am selben Tag freundlich bleibt», verrät Walker sein Vorgehen. Etwas anderes bleibt Walker auch nicht übrig: Sämtliche Gespräche werden vom System automatisch aufgezeichnet. Bei ganz mühsamen Klienten – so nennt Walker seine Gesprächspartner – greift er schon mal zu einer Ausrede: «Entschuldigen Sie bitte, auf der anderen Leitung geht soeben ein Alarm ein.»

Daniel Regli; rem

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung.