GOTTHARD: Der Bund fasst zweite Röhre ins Auge

Der Gotthard-Strassentunnel muss saniert werden. Neben einer dreijährigen Sperrung schliesst der Bund jetzt auch den Bau einer zweiten Röhre nicht mehr aus.

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Das Nordportal des Gotthard-Strassentunnels. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Nordportal des Gotthard-Strassentunnels. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Noch vor zwei Jahren wollte der Bundesrat von allem nichts wissen. «Der Bau einer zweiten Tunnelröhre und die Sanierung der bestehenden Röhre dürfen nicht miteinander vermischt werden», hielt er in seiner Antwort auf ein Postulat des Tessiners Filippo Lombardi fest.

Jetzt tönt es ganz anders. Am Mittwoch erklärte der Bundesrat der Tessiner Regierung, dass er im Zusammenhang mit der Sanierung des Gotthardtunnels auch den Bau einer zweiten Röhre prüft, ohne allerdings die Verkehrskapazität zu erhöhen. Damit liesse sich eine Totalsperre von drei Jahren vermeiden.

Fraglich ist aber, ob bis zur Sanierung des bestehenden Gotthard-Strassentunnels eine zweite Röhre rechtzeitig fertiggestellt werden kann.
Von der Neuen Luzerner Zeitung befragte Ingenieure erklärten, die Eröffnung eines zweiten Tunnels sei im bestmöglichen Fall in zehn Jahren möglich – dafür darf es aber weder auf politischer noch auf bautechnischer Ebene zu Verzögerungen kommen.

Dominik Buholzer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.