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Gotthard-Geschichte ist neu auf Unesco-Liste

Seit 2012 ist das «Inventar zum immateriellen Kulturerbe der Schweiz» online. Nun wurde diese Liste der lebendigen Traditionen aktualisiert und inhaltlich ergänzt. Aus Uri findet das Dossier «Gotthard-Geschichten» neu Aufnahme.
Die Gotthardpost ist Teil der Geschichte des Gotthards. (Bild: Archiv Luzerner Zeitung)

Die Gotthardpost ist Teil der Geschichte des Gotthards. (Bild: Archiv Luzerner Zeitung)

199 Traditionen listet die aktualisierte und ergänzte «Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz» auf. Sechs Jahre nach der ersten Lancierung des Web-Inventars wurde die Liste überarbeitet und mit neuen Traditionen ergänzt. Zudem wurde die Liste mit aktuellen Ton-, Bild- und Filmaufnahmen weiter angereichert. Uri ist dabei prominent vertreten: 29 der 199 in der Liste erfassten Traditionen stammen aus Uri oder stehen in direktem Zusammenhang mit dem Gotthardkanton, wie gestern mitgeteilt wurde. So etwa die Dossiers «Wilhelm Tell und die Befreiungsmythen», «Fasnacht in der Zentralschweiz», «Woldmanndli» oder «Wildheuen».

Gotthard-Geschichten neu dabei

Mit dem Dossier «Gotthard-Geschichten» wurde für die Aktualisierung 2018 eine neue Tradition aus dem Kanton Uri und dem Kanton Tessin aufgenommen. Das von Dr. Marius Risi im Auftrag des Kantons Uri erarbeitete Dossier zeigt dabei die aussergewöhnliche Symbolkraft des Gotthards für die Schweiz auf. «Der Gotthard ist mehr als ein Passübergang, denn verschiedene Zeitepochen haben ihre je eigenen Geschichten in seinen Fels eingeschrieben», schreibt die Bildungs- und Kulturdirektion.

Der Gotthard sei sowohl Sinnbild für die nationale Souveränität (Reduit) wie auch für technisches Leistungsvermögen (Bergstrecke oder Gotthard-Basistunnel). «Ich freue mich, dass die Gotthard-Geschichten neu in die nationale Liste der lebendigen Traditionen aufgenommen worden sind», sagt Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg. «Für Uri und den Kanton Tessin sind die Geschichten rund um den Gotthard und seinen Mythos sehr prägend.»

Uri mit kantonaler Liste der lebendigen Traditionen

Mit ihrem Beitritt zum Unesco-Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes hat sich die Schweiz im Jahr 2008 verpflichtet, ein Inventar zu erstellen, welches das immaterielle Kulturerbe in der Schweiz abbildet. Mit der «Liste der lebendigen Traditionen» sind Bund und Kantone dieser Verpflichtung nachgekommen.

Ziel des Inventars ist es, die Anerkennung, Aufwertung und Bewahrung des immateriellen Kulturerbes zu fördern. Die detaillierten Dossiers zu allen Traditionen, die man im Web-Inventar der lebendigen Traditionen findet, haben Fachpersonen im Auftrag der kantonalen Kulturstellen erstellt. Die Dossiers geben einen anregenden Einblick in die grosse Vielfalt der Traditionen, von mündlich überlieferten Traditionen über gesellschaftliche Praktiken, Rituale, Feste bis zu traditionellen Handwerkstechniken und Praktiken im Umgang mit der Natur.

Uri seinerseits hat 2016 eine kantonale Liste der lebendigen Brauchtümer präsentiert. Sie ist sowohl in gedruckter Form (Broschüre «Was Brüüch und Oornig isch») wie auch online verfügbar unter www.brauchtum-uri.ch. (red)

Hinweis

Das Web-Inventar zur «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz» findet man unter www.lebendige-traditionen.ch.

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