GOTTHARD: Im Gotthardtunnel werden Navis zur Gefahr

Navigationsgeräte sind hilfreich. Sie können aber gefährliche Situationen auslösen. Wie im Gotthardtunnel, wo Autofahrer wegen Navi-Anweisungen wenden – trotz Sicherheitslinie.

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Das Tunnelportal in Göschenen. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Tunnelportal in Göschenen. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Eine Überwachungskamera im Gotthard-Strassentunnel zeigt, wie am 20. September abends um 21.19 Uhr wendet, heisst es in der aktuellen Ausgabe des «Sonntagsblick». Der doppelten Sicherheitslinie und dem gesunden Menschenverstand zum Trotz.

Die Urner Kantonspolizei weiss, dass dies kein Einzelfall ist. Der «Sonntagsblick» zitiert Damian Meier, Chef der Verkehrspolizei des Kantons Uri: «Immer häufiger wenden Autofahrer wegen ihres Navigationssystems im Gotthardtunnel. Mittlerweile sind es jeden Monat mindestens zwei.» Meist seien es Autofahrer, die nicht ortskundig seien und sich voll auf das Navigationsgerät verlassen würden, so Meier gegenüber dem «Sonntagsblick» weiter.

Ausfahrt verpasst – Navi will wenden
Die gefährliche Aufforderung zum Wenden komme, weil das Navigationsgerät die Strecke über den Gotthardpass berechne. Wer die Ausfahrt von der Autobahn verpasst, scheint vom Navi zum Wenden aufgefordert zu werden – auch mitten im Gotthardtunnel. Aber das ist eindeutig verboten, schliesslich überfährt man damit eine doppelte Sicherheitslinie. Und das ist äusserst gefährlich für alle Tunnelbenützer.

ana