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GOTTHARD: Notfallplan für Betrieb des Gotthard-Basistunnels verabschiedet

Bei einem Notfall im Nordteil des Gotthard-Basistunnels sollen Rettungsleute aus Uri der SBB zu Hilfe eilen. Die Tunnelbetreiberin und die Urner Regierung haben sich auf den Notfallplan für den Betrieb ab Juni geeinigt. Uri erhält dafür jährlich 735'800 Franken.
Noch ist der Gotthard-Basistunnel leer. Bald wird er mit einer grossen Feier eröffnet werden. (Bild: Keystone / Christian Beutler)

Noch ist der Gotthard-Basistunnel leer. Bald wird er mit einer grossen Feier eröffnet werden. (Bild: Keystone / Christian Beutler)

Anfang Juni wird der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel zwischen Erstfeld UR und Biasca TI eröffnet. Das Urner Parlament entscheidet am 25. Mai über die Umsetzung des Interventionskonzepts für den Nordteil des Tunnels in der Betriebsphase. Die Vereinbarung ist Voraussetzung dafür, dass das Bundesamt für Verkehr die Bewilligung für den Betrieb erteilt.

Gemäss dem ausgehandelten Papier ist bei Notfällen der Kanton Tessin von Süden her für die eine 28 Kilometer lange Tunnelhälfte verantwortlich, im Norden der Kanton Uri für die andere.

Müssen bei einem Notfall zwischen dem Bahnhof Altdorf und dem Tunnelabschnitt Graubünden Zugpassagiere gerettet werden, kommen neben der Betriebswehr der SBB die Urner Chemiewehr, Feuerwehren aus Erstfeld und Silenen sowie Rettungsleute des Kantonsspitals Uri zum Einsatz.

Nach einem Alarm muss in einer ersten Phase innert 15 Minuten eine 17-köpfige Rettungsequipe zur Stelle sein. Bei einem Grossereignis sollen auch Feuerwehrleute aus Schwyz, Sarnen OW, Luzern, Emmen LU und Zug anrücken.

Die Chemiewehr Uri muss ihren Bestand von bis zu 55 auf 70 Angehörige erhöhen. Zudem wurde sie teilweise professionalisiert und für Tunnelrettungen zusätzlich ausgerüstet. Das Kantonsspital in Altdorf stellt für eine erhöhte Einsatzbereitschaft von einem Pikettdienst auf Schichtbetrieb um. Auch dafür ist zusätzliches Personal nötig.

Gemäss der vorliegenden Vereinbarung zwischen SBB und Urner Regierung zahlt das Bahnunternehmen Uri eine jährliche Abgeltung von 735'800 Franken. Bei einem Ernsteinsatz gehen Kosten vor allem zu Lasten der SBB, aber auch des Kantons.

Die Zustimmung im Landrat fünf Tage vor dem geplanten Inkrafttreten der Vorlage gilt als Formsache. Der Landrat hatte bereits im September 2014 eine entsprechende Vereinbarung für die Schulungs- und Aufbauphase im Vorfeld der Tunneleröffnung genehmigt.

Figuranten werden aus dem Zug begleitet. (Bild: Keystone)
Ein Lösch- und Rettungszug der SBB im Tunnel. (Bild: Keystone)
Figuranten werden aus dem Zug begleitet. (Bild: Keystone)
Die Laune der "Versuchskanninchen" war gut. (Bild: Keystone)
Über 400 Personen waren im Zug. (Bild: Keystone)
In der Baldini-Halle in Altdorf wurden die Figuranten informiert. (Bild: Keystone)
Danach betreten die über 400 Personen den ICN. (Bild: Keystone)
Mitarbeiter der SBB in Aktion. (Bild: Keystone)
Die Evakuation verläuft reibungslos. (Bild: Keystone)
9 Bilder

Übung im Gotthard-Basistunnel

(sda)

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