GOTTHARD: Piora-Mulde definitiv und erfolgreich bewältigt

Die einst gefürchtete Piora-Mulde bei der Bohrung des Gotthard-Basistunnels ist definitiv und erfolgreich bewältigt worden. Die Tunnelbohrmaschine hat den Medelser-Granit erreicht.

Drucken
Teilen
Impression von den Tunnelarbeiten. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Impression von den Tunnelarbeiten. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Die Tunnelbohrmaschine in der Oströhre hat die Piora bereits im letzten Oktober gemeistert. Wie bereits in der Oströhre seien auch bei der Durchörterung der Weströhre keine besonderen Probleme aufgetreten. Mit zehn bis zwölf Metern Vortriebsleistung pro Tag sei die Tunnelbohrmaschine in der rund 150 Meter langen Piora-Mulde gut vorangekommen, wie die AlpTransit Gotthard AG.

Das Gebirge habe sich stabil verhalten. Im dolomitreichen Gestein seien keine nennenswerten Deformationen festgestellt und auch kein Wasser angetroffen worden. In der Weströhre sind bis zum Durchschlag zwischen Faido und Sedrun noch rund 7,3 Kilometer Gebirge zu durchbohren, in der Oströhre sind es noch 6,4 Kilometer. Wenn alles wie geplant läuft, findet der Hauptdurchschlag am Gotthard-Basistunnel Anfang 2011 statt. Der kommerzielle fahrplanmässige Betrieb beginnt voraussichtlich Ende 2017.

ap