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Gotthard-Raststätte: Aktionäre zahlen sich 13 Prozent Dividende aus

Die Ausschüttungssumme an die Aktionäre entspricht beinahe dem gesamten Jahresgewinn. Dieser fiel im Vergleich zu den Vorjahren tiefer aus, da 2018 der Neubau anstand.
Florian Arnold
Vor knapp einem Jahr wurde die neue Raststätte eröffnet. (Bild: Urs Hanhart, 31. Mai 2018)

Vor knapp einem Jahr wurde die neue Raststätte eröffnet. (Bild: Urs Hanhart, 31. Mai 2018)

Die Aktionäre der Gotthard-Raststätte hiessen am Dienstagabend im Theater Uri in Altdorf eine Dividendenausschüttung von 811'000 Franken gut. Erwirtschaftet wurde im vergangenen Jahr ein Gewinn von 827'000 Franken (Vorjahr 1,05 Millionen). Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 10,5 Millionen Franken, dies vor allem aufgrund des Neubaus in Fahrtrichtung Süd. Trotz des eingeschränkten Betriebs kam es zu einer Steigerung des Umsatzes von 22,39 auf 23,08 Millionen Franken.

«Investition in die Zukunft»

Die Verantwortlichen erachten die Investitionen als Schritt in die Zukunft. Verwaltungsratspräsidentin Barbara Merz gab sich an der Generalversammlung im Theater Uri selbstbewusst: «Die meisten Raststätten sind austauschbar, wir aber haben einen anderen Weg gewählt. Wir wollen unverwechselbar bleiben und unseren Gästen in Erinnerung bleiben.» Auf dem Strassennetz von Hamburg bis Neapel wolle man zu den besten Raststätten gehören, so Merz. Die Aussicht auf die Landschaft von Uri sei das Alleinstellungsmerkmal der Raststätte, so die Verwaltungsratspräsidentin. Neben Treibstoff aller Art würden auch regionale Produkte angeboten.

Allerdings nimmt trotz mehr Verkehr der Treibstoffverkauf ab. Noch wurden 4,2 Millionen Liter verkauft, was einem Minus von 5,7 Prozent entspricht. «Diese Ertragseinbussen müssen wir abfedern», so Merz. Mit dem Neubau setzt die Raststätte auf Elektromobilität. Eingebaut wurde eine der modernsten und leistungsstärksten Anlagen der Schweiz. Die Einnahmen durch die Elektroladungen würden die Einbussen im Treibstoffgeschäft nicht aufheben können. «Sie sind aber Frequenzbringer für das Geschäft im Shop und der Gastronomie», erklärt Merz. Obwohl die Ladungen schnell erfolgen würden, bräuchten diese rund 10 bis 15 Minuten. «Wir hoffen, dass wir in dieser Zeit etwas verkaufen können», sagte Merz. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: Das Astra plant, die Rastplätze entlang der Autobahnen mit Elektro-Ladestationen auszurüsten, was die Gotthard-Raststätte konkurrenzieren würde.

Stalvedro ist im Sommer geschlossen

Die direkte Konkurrenz schläft zudem auch nicht: Laut Merz würden die Raststätten in Bellinzona und Neuenkirch ebenfalls ihr Angebot erweitern. Zudem befinde sich die Raststätte in Stalvedro im Umbau, wovon man zwar diesen Sommer profitieren könne, längerfristig aber einen stärkeren Konkurrent habe. Daneben dürfe man die Grossverteiler Migros und Coop nicht vergessen, die teilweise ähnliche Dienstleistungen erbringen würden.

Fuss fassen will die «Gotthard Raststätte A2 Uri AG» neu auch im Event- und Cateringbereich. Dazu wurde der «Schwarze Uristier» im Gebäude der Dätwyler-Stiftung übernommen. Der grosse Saal eigne sich für Veranstaltung bis zu 500 Personen, der kleinere biete Platz für 80 Gäste. Synergien sieht der Verwaltungsrat besonders darin, dass in der Raststätte im Winter weniger laufe, dafür aber mehr Events durchgeführt würden. Daneben betreibt die AG auch das Seerestaurant, das vergangenes Jahr den Umsatz auf eine Rekordhöhe steigern konnte.

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