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GOTTHARD: Sie reist mit Weile südwärts

Sabine Dahinden macht im Juli den Gotthard zum Thema. In die diesjährige Sommerserie steckte die Moderatorin mit Urner Wurzeln besonders viel Herzblut.
Markus Zwyssig
Sabine Dahinden geniesst den Dreh für ihre Sommersendungen auf der Göscheneralp. (Bild SRF)

Sabine Dahinden geniesst den Dreh für ihre Sommersendungen auf der Göscheneralp. (Bild SRF)

Markus Zwyssig

Diesen Sommer hat Sabine Dahinden ein Heimspiel. Die SRF-Moderatorin mit Urner Wurzeln wendet sich in drei Freitagabendsendungen dem Gotthard zu. «Mein Chef hat mir gesagt, als Urnerin fände ich bestimmt einen speziellen Zugang dazu», sagt die 47-Jährige zu den Beweggründen. «Toll, dass uns die Eröffnung des Basistunnels Gelegenheit bietet, dem Publikum mehr von Uri und der Leventina zu zeigen», so Dahinden. «Unsere Region hat schliesslich viel mehr zu bieten als nur Leitplanken und steile Felswände.»

Mit dem Dialekt eine Exotin

Sabine Dahinden ist für die Sendungen mit sehr viel Herzblut an die Arbeit gegangen. «Ich bin seltener im Kanton Uri, als ich eigentlich möchte.» Aus beruflichen und familiären Gründen pendelt sie vor allem zwischen Zürich und Bern hin und her. Bei den Gedanken an die Dreharbeiten gerät sie ins Schwärmen: «Es war wahnsinnig schön, wieder einmal im Gotthardgebiet zu sein.» Die Verbundenheit mit Uri sei eben immer noch vorhanden, denn schliesslich habe sie hier ihre Wurzeln. Daher versuche sie auch, beim Moderieren dem «Ürnertyytsch» treu zu bleiben. Dabei stört es sie nicht, dass sie manchmal als Exotin abgestempelt wird.

Die Beziehung der Urner zum Nord-Süd-Verkehr habe sich gewandelt, stellt Dahinden fest. «Die ersten Verbindungen in Richtung Süden waren noch ein grosser Vorteil», blickt sie zurück. Die Begegnungen mit den Touristen und später mit den Italienern hätten den Urnern den Horizont erweitert. In Uri seien Offenheit und Italianità zu spüren.

Mittlerweile hat sich aber für Da­hinden das Blatt gewendet. «Heute geht es vor allem darum, möglichst schnell durch den Gotthard zu fahren», so Dahinden. Daher will sie in ihrer Sommerserie aufzeigen, was man alles verpasst, wenn man zu sehr in Eile ist. «Oben durch statt einfach durchs Loch», lautet Dahindens Devise. «Ich habe ein paar spezielle Leute besucht.»

Vorgestellt wird etwa das Unternehmen Gipo AG in Seedorf, das sich weltweit einen Namen geschaffen hat. Dahinden zeigt aber auch die Schönheiten der Göscheneralp. Da trifft sie Raphaela Mattli und ihre Ziegen. Dahinden ist dabei, wenn die «Rotte Ursern» am Furkapass den Schnee wegräumt. Die Moderatorin besucht Realp, eine Gemeinde, in der es einen speziellen Zusammenhalt gibt. «Bei Abstimmungen zeigt sich die Gemeinde weltoffener als andere.»

Holländer am Ende der Welt

Dahinden ist für ihre Sendungen nicht allein unterwegs. Ein Touristenpaar aus Holland fährt mit dem Wohnwagen in den Süden, wählt dabei aber für einmal nicht den direkten Weg. «So mussten sie auch die engen Kurven ins Isental bewältigen, und dann schickten wir sie sogar noch im offenen Bähnli zur Bärchi hoch.» Unterwegs meinte die Frau aus dem Flachland: «Es kann nicht wahr sein, dass hier oben Menschen leben!» Das Paar aus Holland lernt auf seinem ungewöhnlichen Weg Richtung Süden für einmal Orte, Bräuche und Menschen kennen, die nicht nur ausländischen Reisenden oft verborgen bleiben.

Hinweis

Die Sendung «Dahinden am Gotthard» ist freitags am 15., 22. und 29. Juli, jeweils um 20.55 Uhr, auf SRF 1 zu sehen.

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