Gotthard-Stau umfahren wird schwieriger

Ist der Gotthardpass offen, weichen bei Stau vor dem Tunnelportal viele Autofahrer auf die Kantonsstrasse aus. Das passt nicht allen. Die Kantonspolizei Uri kündet Massnahmen an.

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Die Kantonsstrasse zwischen Wassen und Göschenen ist an rund 20 Tagen im Jahr völlig überlastet. Dies schreibt die Urner Baudirektion in einer Mitteilung. Dann komme es beim Kreisel in Göschenen zu längeren Staus. Deshalb führt die Kantonspolizei eine neue Massnahme ein: Bei entsprechender Staulänge sollen die Autos nur noch dosiert von der Autobahn A2 auf die Kantonsstrasse gelassen werden. Das betrifft vorallem die Ausfahrt Wassen. Dieses Regime soll aber auch bei anderen Ausfahrten angewendet werden können.

Schon heute werden bei Stau die Autobahn A2 und die Aus- und Einfahrten gezielt durch die Kantonspolizei gesteuert. So ist etwa bei Stau vor dem Nordportal die Autobahneinfahrt Göschenen in Richtung Süden gesperrt.

Wie es in einer Mitteilung der Baudirektion heisst, bemühe sich die Kantonspolizei seit Jahren, dass die Kantonsstrasse für den lokalen und den öffentlichen Verkehr freigehalten werde. Zudem sei die Kantonsstrasse die einzige Notfall- und Rettungsachse im Kanton Uri. Das Bundesamt für Strassen, die Verkehrsmanagementzentrale, der Unterhalt der zuständigen Gebiete, sowie die Bau- und Sicherheitsdirektion haben diese Massnahmen erarbeitet.

Schöllenen: 6 Jahre Sanierung

Zudem hat die Baudirektion bekanntgegeben, dass im Jahr 2014 mit der Sanierung der Schöllenenstrasse begonnen werde. Die Arbeiten dauern rund sechs Jahre. Zudem setzt sich der Kanton Uri für bauliche Massnahmen beim Kreisel Göschenen ein. Er macht sich beispielsweise für eine Überführungsbrücke stark, damit der Verkehr flüssiger fliesst.

rem