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GOTTHARD-STRASSENTUNNEL: Zweite Röhre: Projektleiterin macht Urner Bauleuten Mut

Valentina Kumpusch, Leiterin des Grossprojekts zweite Gotthard-Röhre des Astra, hat an der Versammlung der Bauwirtschaftskonferenz Uri den Stand des Projekts präsentiert und Details über die Vergabe der Baulose ab 2019 preisgegeben.
Vom Bau der zweiten Gotthardröhre könnten auch Urner Bauunternehmen profitieren. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Göschenen, 2008))

Vom Bau der zweiten Gotthardröhre könnten auch Urner Bauunternehmen profitieren. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Göschenen, 2008))

Urner Bauleute blicken eher verhalten in die Zukunft. Gründe dafür nannte Benno Kälin, Präsident der Bauwirtschaftskonferenz (BWK) Uri, an der gestrigen Plenarversammlung einige: so etwa den Rückgang der Bautätigkeit im Kanton Uri um 30 Prozent sowie den harten Preiskampf unter den Baumeistern.

Bauchschmerzen bereitet den Urner Bauleuten auch die Finanzierung von Grossprojekten. Über das wohl grösste von ihnen wurden sie gestern gleich aus erster Hand informiert: den Bau des zweiten Gotthard-Strassentunnels. Valentina Kumpusch, Grossprojektleiterin, und Marco Fioroni, Leiter der Astra-Filiale in Bellinzona, haben den Bauleuten das Projekt in einem Referat und der anschliessenden Fragerunde vorgestellt.

Projekt wird Mitte April öffentlich aufgelegt

Nachdem das sogenannte generelle Projekt der Öffentlichkeit an Infoveranstaltungen bereits bekanntgemacht worden ist (unsere Zeitung berichtete), stehe nun auch das Auflageprojekt kurz vor dem Abschluss, wie Kumpusch sagte. «Voraussichtlich in der zweiten Aprilhälfte wird das Projekt in den Gemeinden Göschenen, Wassen und Airolo in Papierform aufgelegt.» Dann haben Private, Gemeinden und einspracheberechtigte Organisationen 30 Tage Zeit – Kantone und Bundesämter drei Monate –, Einsprache zu erheben. Kumpusch rechnet damit, dass in einem Jahr die Genehmigung des Projekts vorliegt, sodass Ende 2019 die Vorarbeiten und 2020 die zwei grossen Hauptlose ausgeschrieben werden können.

Dieser Punkt interessierte die BWK Uri brennend. «Für uns ist es wichtig, im Kanton Arbeit zu haben, damit wir existieren können», hielt Präsident Kälin fest, verbunden mit der Frage, wie gross die Chancen seien, dass auch einheimische oder zumindest Schweizer Unternehmen zum Handkuss kämen.

Hiesige Unternehmen haben gute Referenzen

Man könne nicht einschätzen, wie viele ausländische Firmen an der Ausschreibung teilnehmen werden, sagte Kumpusch. Auch dürften Ortskenntnisse oder der Standort des Unternehmens bei der Vergabe der Arbeiten nicht als Kriterium berücksichtigt werden. Grosse Bauunternehmen in der Schweiz hätten aber durchaus gute Referenzen, auf die man abstützen könne, so die Grossprojektleiterin. «Das Bundesamt für Strassen hat keine Bedenken, dass heimische Unternehmen den Tunnel bauen können.» Marco Fioroni machte die Versammlung denn auch auf eine Neuerung auf der Website des Astra aufmerksam: Dort werden neu geplante Beschaffungen öffentlich gemacht, was auch Urner Bau- und Planungsfirmen interessieren dürfte.

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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