GOTTHARD: Tunnelbaulos am Ceneri vergeben

Die AlpTransit Gotthard AG hat die Bauarbeiten für den Ceneri-Basistunnel an die italienische Arbeitsgemeinschaft Consorzio Condotte Cossi vergeben. Damit sind auch Schweizer an diesen Bauarbeiten beteiligt.

Drucken
Teilen
Neat-Arbeiten in Amsteg. Themenbild. (Bild Michael Buholzer/Neue LZ)

Neat-Arbeiten in Amsteg. Themenbild. (Bild Michael Buholzer/Neue LZ)

Diese Arbeitsgemeinschaft setzt sich zusammen aus den zwei italienischen Unternehmungen Società Italiana per Condotte d?Acqua S.p.A., Cossi S.p.A. und der Schweizer Cossi SA in Lugano. Das Auftragsvolumen für das grosse Tunnelbaulos am Ceneri beträgt 987 Millionen Franken.

Die vom Verwaltungsrat der in Luzern ansässigen AlpTransit Gotthard AG beauftragte Arbeitsgemeinschaft Consorzio Condotte Cossi habe, unter Berücksichtigung aller Vergabekriterien, das wirtschaftlich günstigste Angebot eingereicht, schreibt die Alptransit.

Die vergebenen Arbeiten umfassen in erster Linie den so genannten Vortrieb der beiden je 11,5 km langen Einspurröhren des Ceneri-Basistunnels ab dem Zwischenangriff Sigirino in Richtung Norden und Süden. Mit dem Tunnelvortrieb wird im Frühling 2010 begonnen. Die Arbeiten dürften 2015 beendet sein. Anschliessend wird die Bahntechnik eingebaut. Der fahrplanmässige Betrieb des Ceneri-Basistunnels ist auf Ende 2019 geplant.

Walo Bertschinger abgeblitzt
Insgesamt beteiligten sich fünf internationale Arbeitsgemeinschaften an der Ausschreibung. Die Angebote wurden nach Angaben der AlpTransit sorgfältig geprüft und bewertet.

Das zweitbeste Angebot stammt von einer Bietergemeinschaft unter der Federführung der österreichischen Firma Porr Tunnelbau GmbH. Weiter gehören diesem Konsortium die G. Hinteregger und Söhne aus Österreich, die Ghella S.p.A. und die Cooperativa Muratori Cementisti aus Italien an. Das Schweizer Unternehmen Walo Bertschinger AG ist daran mit knapp einem Fünftel beteiligt. Das Angebot dieser Bietergemeinschaft ist um mehr als 70 Millionen Franken oder gut 7 Prozent teurer als die Offerte des Zuschlagsempfängers, schreibt die AlpTransit.

kst