GOTTHARD: Uri steht mit seinen Anliegen nicht alleine da

Die Konferenz der Baudirektoren ist zwar für den Bau einer zweiten Röhre, stellt aber Bedingungen – und unterstützt Uri teilweise.

Bruno Arnold
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Kommt die zweite Gotthard-Röhre? (Bild: Keystone)

Kommt die zweite Gotthard-Röhre? (Bild: Keystone)

Die Baudirektoren der Kantone haben sich am Donnerstag an einer Plenarsitzung in Anwesenheit von Bundesrätin Doris Leuthard auch mit ihrer Vernehmlassung zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels befasst. Die Mehrheit der Kantone unterstützte in der Schlussabstimmung den Bau einer zweiten Tunnelröhre, um die Folgen der Sanierung abzufedern. Eine Minderheit lehnt den Bau einer zweite Röhre jedoch ab und spricht sich für eine Sanierung mit Optimierungen aus, wie sie der Kanton Uri fordert.

Alternative Standorte möglich

«Für den Fall, dass keine zweite Röhre gebaut wird, lehnen die Baudirektoren eine einzige LKW-Verladeanlage im Urner Talboden respektive im Gebiet Rynächt in Schattdorf ab», bestätigte Benjamin Wittwer, Generalsekretär der Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK), entsprechende Informationen, die unserer Zeitung vorliegen. «Als Begründung dafür sind die zu erwartenden grossen Umweltbelastungen und die knappen Landressourcen im Urner Talboden genannt worden.» Die Baudirektoren seien überzeugt, dass es alternative, technisch und betrieblich machbare Verladestandorte ausserhalb des Kantons Uri gebe, etwa zwischen Brugg und Brunnen.

Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie, welche die Urner Regierung in Auftrag gegeben hat. Deren Resultate wurden am 28. Februar vorgestellt. Die Studie ist – zusammen mit der Vernehmlassungsantwort der Urner Regierung – dem Bundesrat zugestellt worden.

Im Weiteren unterstützt die BPUK auch die Forderung nach einem schnellen Ausbau des 4-Meter-Korridors für den kombinierten Verkehr.

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