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GOTTHARD: Vier-Quellen-Weg für Preis nominiert

Nach dem Prix Rando 2014 könnte der Vier-Quellen-Weg nun den Prix Montagne gewinnen, der im September verliehen wird. Neben dem Urner Wanderweg haben weitere fünf Projekte die Möglichkeit, die Auszeichnung entgegenzunehmen.
Paul Dubacher mit Bundesrat Ueli Maurer auf dem Vier-Quellen-Weg. (Bild: urh (Gotthard, 5. August 2012))

Paul Dubacher mit Bundesrat Ueli Maurer auf dem Vier-Quellen-Weg. (Bild: urh (Gotthard, 5. August 2012))

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe verleihen im September zum siebten Mal den Prix Montagne. Der Preis ist mit 40 000 Franken dotiert. Gewinnen können Projekte und Unternehmen, die einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung, Beschäftigung und wirtschaftlichen Diversifikation im Berggebiet leisten. Zusätzlich zum Standardpreis wird dieses Jahr auch ein Publikumspreis verliehen, der mit einem Preisgeld von 20 000 Franken verbunden ist. Am 5. September werden die Preise in Bern verliehen.

Nominiert ist dieses Jahr unter anderem der Vier-Quellen-Weg. Die Jury des Prix Montagne unter der Leitung des Jurypräsidenten Bernhard Russi hat unter 26 eingereichten Projekten sechs als Favoriten ausgewählt. «Die nominierten Projekte reichen vom bodenständigen Bergbeizli über ein internationales Pfadfinderzentrum bis hin zur Hightechfirma im Bereich Lawinenschutz», sagt Russi. Die Jury nominiert nur Projekte, die den strengen Kriterien genügen. «Die hohe Qualität und die Vielfalt der eingereichten Projekte beeindrucken mich jedes Jahr aufs Neue», so der Jurypräsident.

Vorausschauend und kooperativ

Seit 2012 ist die Region des Gotthardmassivs um ein touristisches Angebot reicher: Der 85 Kilometer lange Vier-Quellen-Weg (Projekt 5) auf dem Gebiet der vier Kantone Uri, Tessin, Graubünden und Wallis führt an den Quellen der vier Flüsse Rhein, Rhône, Ticino und Reuss vorbei. Im Mai 2014 konnte die Stiftung Vier-Quellen-Weg den mit 10000 Franken dotierten Prix Rando entgegennehmen. Die Prix-Rando-Jury liess sich damals von der schonenden Bauweise, der vorausschauenden Unterhaltslösung und der beispielhaften Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen überzeugen. Im September wird sich zeigen, ob sich der Vier-Quellen-Weg mit Initiant Paul Dubacher gegen die Konkurrenz durchsetzen kann. «Es ist für uns eine Ehre, unter den ersten sechs zu sein», sagt Initiant Paul Dubacher. Beigetragen habe sicher, dass eine besondere Zusammenarbeit zwischen den vier Kantonen im Gotthardgebiet für das Gelingen notwendig war. «Ich habe in den Verhandlungen erlebt, dass nicht alle Kantone gleich ticken und dass es sehr auf die Person auf dem jeweiligen Posten ankommt», sagt Dubacher. «Man muss für so ein Projekt viel Durchhaltewillen haben, das ist das A und O.» Was den Preis angeht, will sich Dubacher überraschen lassen: «Wettbewerb ist Wettbewerb.»

Von Pfadiheim bis Erholungsort

Das sind die fünf anderen nominierten Projekte: Die Buvette des Sattels (Projekt 1), Jaun FR, befindet sich auf 1375 Meter über Meer, direkt am Fuss der Bergkette der Gastlosen in den Freiburger Voralpen. «Dank der Gastfreundschaft und den währschaften Speisen hat sich Ronald Moura mit seinem Team der Buvette des Sattels einen herausragenden Ruf erarbeitet», schreiben die Verantwortlichen des Prix Montagne in einer Medienmitteilung.

Das 50000 Quadratmeter grosse Areal der HWR AG (Projekt 2), St. Stephan BE, erblickt man schon von weitem: Es befindet sich mitten im Obersimmental. Fast 80 Mitarbeiter stellen in diesem Holzverarbeitungs- und Verpackungsbetrieb massgefertigte Produkte her, die von verleimten Chaletdielen bis hin zu komplexen Verpackungen für die Industrie reichen.

Kandersteg im Berner Oberland wird besonders in den Sommermonaten zum Treffpunkt von jungen Menschen aus aller Welt. Der Grund dafür ist das internationale Pfadfinderzentrum (Projekt 3). Dank ihm bevölkern Tausende junge Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt das 1200-Seelen-Dorf und verleihen ihm ein unerwartet internationales Flair.

Nördlich des Grossen St. Bernhards, auf knapp 1500 Metern über Meer, liegt Commeire, ein Weiler oberhalb des Walliser Dorfes Orsières. Die Initianten von Montagne Alternative (Projekt 4) haben das Potenzial der wunderschönen Landschaft mit ihrer unglaublichen Ruhe erkannt und einen Ort für Erholung und Besinnung geschaffen, der jährlich Hunderte von Gästen anzieht.

Schutz vor Lawinen für Strassen, Eisenbahn und Skipisten gewährleisten: Darum kümmert sich die Wyssen Avalanche Control AG (Projekt 6), Reichenbach BE. Mit einem speziellen Mast, der im Gelände verankert ist, werden Lawinen präventiv gesprengt. Dies geschieht ferngesteuert mit Hilfe einer eigens entwickelten Applikation für Tablet, Computer und Smartphones.

Seit mindestens drei Jahren erfolgreich

Der Preis ist ausgerichtet auf wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen im Berggebiet. Diese sollen dank ihrem Modellcharakter andere Bergler ermutigen, zukunftsweisende Projekte an die Hand zu nehmen. Vorausgesetzt wird, dass das Projekt seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich ist. «Die Nominierten beweisen, dass es mit guten Konzepten auch fernab der Zentren möglich ist, wirtschaftlich Erfolg zu haben», erklärt Russi.

Der Publikumspreis wird von der Mobiliar gestiftet. Ab sofort und bis zum 20. August ist es via Internet oder per Telefon und SMS möglich, unter den Nominierten für sein persönliches Lieblingsprojekt zu stimmen. Das Projekt mit den meisten Stimmen wird den Publikumspreis Prix Montagne erhalten. (zf)

Hinweis

Infos zum Publikumspreis unter www.berghilfe.ch/prixmontagne. Abgestimmt werden kann auch per Telefon (0901 560 092, 80 Rappen pro Anruf) oder per SMS: Prixm1, Prixm2, Prixm3, Prixm4, Prixm5 oder Prixm6 an 970 (80 Rappen pro SMS).

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