Gotthardstrecke bleibt bis Montag unterbrochen

Am Mittwoch sind bei Gurtnellen mehrere Felsblöcke auf die Gleise der Gotthardstrecke gestürzt. Weil der Berghang instabil ist, müssen Sprengungen durchgeführt werden. Die Linie bleibt sicher bis Montagmittag geschlossen.

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Die Gleise sind verbogen, links landete ein Gesteinsbrocken auf den Geleisen. (Bild: PD)

Die Gleise sind verbogen, links landete ein Gesteinsbrocken auf den Geleisen. (Bild: PD)

Am Mittwochnachmittag sind rund einen Kilometer unterhalb des Bahnhofs Gurtnellen insgesamt 300 bis 400 Kubikmeter Gestein zu Tal gestürzt. Wie die SBB am Donnerstag mitteilen, sei der grösste Teil zwar von den Schutzbauwerken oberhalb der Gleise aufgefangen worden, rund 5 Kubikmeter Gestein landeten aber auf den Schienen. Wenig später fuhr ein Güterzug von SBB Cargo auf die Steine auf. Weil der Lokführer aber rechtzeitig bremsen konnte, entstand am Zug kein Schaden. Verletzt wurde niemand.

Die Kameras werden in Stellung gebracht. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
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Bild: Keystone
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Überblick über die Gotthard-Sprengung vom Samstagvormittag. (Bild: Keystone)
Die letzten Spezialisten verlassen nach dem Inspektionsflug den Helikopter.
Die Schutzmatten für die Felssprengung über der Gotthard-Eisenbahnstrecke wurden bei Gurtnellen vom Helikopter an den Fels geflogen und von Spezialisten verlegt. (Bild: Keystone)
Die Schutzmatten für die Felssprengung über der Gotthard-Eisenbahnstrecke wurden bei Gurtnellen vom Helikopter an den Fels geflogen und von Spezialisten verlegt. (Bild: Keystone)
Die Schutzmatten für die Felssprengung über der Gotthard-Eisenbahnstrecke wurden bei Gurtnellen vom Helikopter an den Fels geflogen und von Spezialisten verlegt. (Bild: Keystone)
Das Bord ist mit Pneus geschützt. (Bild: Keystone)
In Flüelen müssen die Bahnpassagiere umsteigen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Am Freitag bohrten Felsarbeiter Löcher für die Sprengung am Samstag. Das instabile Gestein wird bis zur grünen Markierung (unten links) entfernt. (Bild: Keystone)
Der grösste Felsbrocken ist etwa 2 Kubikmeter gross. (Bild: SBB)
Geologen begutachten die Felswand oberhalb des SBB-Gleises. (Bild: Keystone)
Geologen besteigen den Helikopter... (Bild: Keystone)
... und begutachten die Felswand aus der Luft. (Bild: Keystone)
Die SBB-Gotthardlinie zwischen Intischi und Gurtnellen ist bis sicher Montagmittag unterbrochen. (Bild: Keystone)
Solche Brocken rollten ins Tal. Nun liegt er auf dem Gleis. (Bild: Keystone)
Die Gleise wurden arg in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: PD)

Die Kameras werden in Stellung gebracht. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Hang muss gesprengt werden

Geologen haben den Berghang in der Folge als instabil beurteilt. Es drohe ein weiterer Felssturz. Voraussichtlich am Samstag wird das instabile Gestein gesprengt. Derzeit laufen dazu die Vorbereitungsarbeiten. Anschliessend müssen die Bahngleise geräumt werden.

Frühestens am Montag, um 12 Uhr, kann der Streckenabschnitt zwischen Flüelen und Göschenen wieder freigegeben werden. Die Fernverkehrszüge fallen zwischen Arth-Goldau und Göschenen aus. Zwischen Flüelen und Göschenen sind Ersatzbusse im Einsatz. Es muss mit Verspätungen gerechnet werden. Die Reisenden im internationalen Verkehr werden über die Simplonlinie umgeleitet.

pd/bep

Der grösste Felsbrocken ist etwa 2 Kubikmeter gross. (Bild: PD)

Der grösste Felsbrocken ist etwa 2 Kubikmeter gross. (Bild: PD)