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Jetzt geht der Pfingststau los – Gotthardpass als Umfahrung offen

Am Pfingstwochenende ist vor dem Nord- und Südportal des Gotthardtunnels erneut Geduld gefragt. Es muss mit Wartezeiten von über zwei Stunden gerechnet werden. Die Gotthardpassstrasse kann als Ausweichroute genutzt werden.
Philipp Zurfluh
Wie hier am Osterwochenende wird auch an Pfingsten der Weg in den Süden verstopft sein. (Alexandra Wey/Keystone, 19. April 2019)

Wie hier am Osterwochenende wird auch an Pfingsten der Weg in den Süden verstopft sein. (Alexandra Wey/Keystone, 19. April 2019)

Wer am Freitagmorgen die Fahrt Richtung Süden nicht auf sich genommen hat, hat den besten Zeitpunkt schon verpasst. Denn seit dem frühen Freitagnachmittag stauen sich die Autos auf dem Weg in Richtung Süden. Der Stau wuchs bis 21 Uhr auf maximal drei Kilometer an, was einer Wartezeit von 30 Minuten entspricht. Auch auf der Hauptstrasse zwischen Erstfeld und Göschenen ist mit Verkehrsüberlastung und grossem Zeitverlust zu rechnen.

Am Pfingstwochenende kann zudem die Gotthardpassstrasse als Ausweichroute zum Gotthardstrassentunnel benutzt werden. Seit Freitagmorgen um 11 Uhr ist der Pass wieder befahrbar.

Wieder offen: Gotthard-Passstrasse. (Bild: Samuel Golay / Keystone, 7. Juni 2019)

Wieder offen: Gotthard-Passstrasse. (Bild: Samuel Golay / Keystone, 7. Juni 2019)

Der Stau sollte sich in der Nacht auf Samstag verringern, es muss aber damit gerechnet werden, dass die Fahrt auch in der Nacht nicht staufrei verläuft.

Am Samstag wird die Geduld der Verkehrsteilnehmer ein weiteres Mal auf die Probe gestellt: Entweder hat sich der Stau vom Freitag hartnäckig bis in den Samstag gehalten – oder er beginnt sich spätestens ab 6 Uhr früh zu formieren. Reisende, die dann vor dem Gotthard-Nordportal stehen, brauchen bis 14 Uhr besonders starke Nerven. Die Prognosen sehen für diesen Zeitabschnitt nämlich 12 bis 15 Kilometer Stau vor, was einer Wartezeit von bis zu zweieinhalb Stunden entspricht. Spätestens um 19 Uhr sollte die Fahrt Richtung Süden dann wieder flüssig verlaufen.

(Grafik: www.tcs.ch)

(Grafik: www.tcs.ch)

SBB stellen 47’000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung

(pz) Wer sich dem Stau und Stress auf der Strasse entziehen will, der weicht auf den Schienenverkehr aus: Über Pfingsten verstärken die SBB ihr Angebot mit 31 Zusatzzügen. Zudem werden diverse Regelzüge mit zusätzlichen Wagen oder Zugseinheiten verstärkt. Somit stehen an Pfingsten insgesamt 47’000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung, für die Reise ins Tessin und Wallis beziehungsweise wieder retour. Die SBB empfehlen, Sitzplätze zu reservieren.

Mehr Informationen gibt es unter: www.sbb.ch/entspannt-reisen.

Für Bahnreisende ist zu beachten, dass die Strecke zwischen Zug und Arth-Goldau ab dem 9. Juni wegen Bauarbeiten komplett gesperrt wird. Deshalb ändert sich der Fahrplan auf der Nord-Süd-Achse teilweise stark. Reisende müssen mit angepassten Fahrzeiten und Gleisänderungen rechnen und damit, dass sich die Reisezeit verlängert.

Rückreisestau beginnt schon Pfingstsonntag

Schon am Pfingstsonntag könnten die Ersten die Heimreise antreten. Ab 14 Uhr bis ungefähr 21 Uhr rechnet Viasuisse allerdings nur mit kürzeren Staus. Die grosse Rückreisewelle wird dann nämlich an Pfingstmontag erwartet: Ab 11 Uhr dürfte die Warteschlange vor dem Gotthard-Südportal in Airolo zu wachsen beginnen und zwischen 13 und 21 Uhr ihren Höhepunkt erreichen: 5 bis 7 Kilometer Stau. Gegen Mitternacht sollte der Verkehr wieder flüssig laufen. Für Dienstag ist eine weitere Reisewelle prognostiziert. Mehr als 6 Kilometer Stau werden aber nicht erwartet.

Einen Rekordstau vor dem Gotthardnordportal an Pfingsten gab es 2018 zu verzeichnen. Als Folge der Schliessung des San-Bernardino-Tunnels nach einem Bus-Brand ist der Rekordstau von Pfingsten 1999 mit 28 Kilometern egalisiert worden.

Wann kommt man möglichst staufrei vorwärts?

(zfo) Bei der Hinreise lohnt es sich, früh loszufahren, schreibt der TCS auf seiner Webseite. Am Freitagmorgen sollte der Stau vor 10 Uhr nämlich nicht mehr als 2 Kilometer betragen, beim Gotthard-Nordportal in Göschenen. Weiter empfiehlt sich die Fahrt durch die Nacht, von Freitag auf Samstag. Oder man startet am Samstag in der Morgendämmerung: Bis 5 Uhr sollte der Stau nicht mehr als 4 Kilometer messen.

Bei der Rückreise ist es nicht ratsam, am Nachmittag von Pfingstmontag oder Dienstag unterwegs zu sein. Am besten wählt man den späten Montagabend für die Rückreise – oder die Nacht von Montag auf Dienstag.

Aktuelle Informationen sind erhältlich unter: www.ur.ch/strasseninfos

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