GOTTHARDTUNNEL: Züst hofft, dass der Bund in Etappen saniert

Der Urner Baudirektor will nicht, dass der Gotthardtunnel wegen der Sanierung ein Jahr oder mehr zubleibt. Er hat andere Vorschläge.

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Der Urner Baudirektor Markus Züst. (Bild Markus Zwyssig/Neue UZ)

Der Urner Baudirektor Markus Züst. (Bild Markus Zwyssig/Neue UZ)

2018 statt 2030: Das Bundesamt für Strassen (Astra) will den Gotthard-Strassentunnel früher als geplant sanieren (siehe Artikelverweis). Für den Verkehrsfluss während der Totalsperrung sind für das Bundesamt zwei Varianten denkbar: entweder die Sanierung in einem Zug, die ein ganzes Jahr dauert, oder die Sanierung in Etappen, die sich über mehrere Jahre erstreckt.

«Verbindung muss bleiben»
Für den Urner Baudirektor Markus Züst kommt allerdings zum jetzigen Zeitpunkt nur die etappenweise Sanierung in Frage. «Es ist nicht verträglich, dass der Gotthardtunnel ein ganzes Jahr oder mehr geschlossen würde. Das wäre für den Kanton Uri gesellschaftlich und wirtschaftlich nicht akzeptabel.» Und Züst denkt auch an die Nachbarn aus dem Tessin. «Sie wären ein Jahr lang von der Deutschschweiz abgeschnitten. Die Verbindung zwischen Uri und dem Tessin muss auf irgendeine Art aufrechterhalten werden.» Züst ist daher überzeugt, dass es nicht zu einer ganzjährigen Sperrung kommen wird: «Wir arbeiten gut mit dem Astra zusammen und werden sicher eine optimale Lösung finden.»

Züsts Vorschläge
Geht es nach Züst, stützt sich diese Lösung auf drei Massnahmen:

  • Der Lastwagenverkehr soll vor allem auf der Schiene durch den Gotthard rollen.
  • Der Tunnel soll vor allem nachts und zu verkehrsarmen Zeiten gesperrt werden, wie das bereits bei kleineren Sanierungen gemacht wird.
  • Im Sommer soll der Autoverkehr über den Pass geleitet werden.

Philipp Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.