GOTTHARDTUNNEL: Zweite Gotthardröhre bleibt ein Thema

Der Ständerat will vom Bundesrat umfassende Abklärungen über die Massnahmen bei einer Sanierung des Gotthard-Strassentunnels. Für die Planung bleiben 10 bis 15 Jahre Zeit.

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Das Gotthard-Nordportal bei Göschenen. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Das Gotthard-Nordportal bei Göschenen. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Die Kleine Kammer hiess am Mittwoch ein Postulat gut, das bis Ende 2010 ein entsprechendes Konzept verlangt.

«Wir haben zehn bis 15 Jahre Zeit, um eine Sanierung zu organisieren», sagte Verkehrsminister Moritz Leuenberger. Bis im nächsten Jahr wisse man aber ein wenig besser, wie eine Sanierung angepackt werden könnte.

Gleichzeitig räumte der Bundesrat aber auch ein, dass es durchaus möglich sei, aus Sicherheitsgründen einen Tunnel mit je einer Spur zu bauen. «Wir können nicht einfach sagen, dass Marmor, Stein und Eisen bricht, aber eine zweite Röhre gibt es nicht», sagte Leuenberger.

Der Bundesrat soll laut dem Postulat im Wesentlichen darlegen, bis wann welche Sanierungsarbeiten nötig sind und unter welchen Voraussetzungen und zu welchem Preis eine zweite Tunnelröhre allenfalls gebaut werden könnte.

Das Postulat geht auf zwei Vorstösse der beiden Tessiner Ständeräte Dick Marty (FDP) und Filippo Lombardi (CVP) zurück. Sie hatten unter anderem ebenfalls den Bau einer zweiten Gotthard-Tunnelröhre für den Strassenverkehr verlangt, um während der Sanierung des bestehenden Tunnels den Verkehrsfluss zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin gewährleisten zu können.

ap