Grillplatz Rittenen ob Erstfeld ist nun eröffnet

Das Wanderparadies Emmetten oberhalb von Erstfeld ist um eine Attraktion reicher.

Paul Gwerder
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Zahlreiche Genossenschafter und Gäste waren bei der Einweihung des neuen Rastplatzes Rittenen oberhalb Erstfelds dabei.

Zahlreiche Genossenschafter und Gäste waren bei der Einweihung des neuen Rastplatzes Rittenen oberhalb Erstfelds dabei.

Bild: Paul Gwerder
(Erstfeld, 27. September 2020)

Es gibt nichts Schöneres, als bei wunderbarem Wetter eine Bratwurst oder eine Servelat auf dem offenen Feuer zu bräteln. Nun ist dies auch auf dem rund 1100 Meter über Meer gelegenen, wunderschönen Grillplatz Rittenen auf Emmetten möglich. Dieses Naherholungsgebiet erreichen Wanderinnen und Wanderer am einfachsten mit der Luftseilbahn Hofstetten–Wilerli und von dort nach einem 15-minütigen Spaziergang. Schon die Fahrt in der offenen Dreierkabine ist für die Erwachsenen und Kinder ein unvergessliches Erlebnis, und hinzu kommt, dass eine Fahrt mit dem roten «Seilbähnli» eine der billigsten weit und breit ist: Eine einfache Fahrt kostet lediglich 6 und die Retourfahrt 10 Franken, und neu ist diese Bahn im Automatikbetrieb bedienbar.

Eine Fahrt mit dem roten «Seilbähnli» ist besonders für Kinder ein unvergessliches Erlebnis.

Eine Fahrt mit dem roten «Seilbähnli» ist besonders für Kinder ein unvergessliches Erlebnis.

Bild: Paul Gwerder
(Erstfeld, 27. September 2020)

Grillplatz mit einem familiären Fest eingeweiht

Am vergangenen Sonntag waren über 50 Personen rund um den neu erstellten Grillplatz anwesend. Der Wettergott meinte es zudem gut mit den Gästen, denn zu diesem Zeitpunkt schien die Sonne zwischen den Wolken hervor, und es wurde ein wunderbarer Herbsttag. Auf dem Platz wartete ein grosser Grill, mit dem vorhandenen Holz angefeuert zu werden. Daneben gibt es einen nach Norden ausgerichteten gedeckten Unterstand, der die Gäste vor Sonne, Wind oder Regen schützt. Der stabile Holzbau ist von den Gebrüdern Indergand, beides gelernte Zimmermänner, gebaut worden. Darin gibt es auch einen grossen Holztisch und Bänke für die müden Leute. Auf dem Vorplatz laden ebenfalls ein paar stabile «Holzbänkli» zum Ausruhen ein.

Daniel Furrer, Präsident der Wegbau- und Seilbahngenossenschaft Emmetten, sagte zu den Genossenschaftsmitgliedern, den Helferinnen und Helfern und zahlreichen grosszügigen Sponsoren, dass man mit dem neuen Grillplatz dem Volk etwas bieten wolle. «Es war für uns nicht ganz einfach, nachdem wir die Luftseilbahn übernommen haben, diese weiterzubetreiben», erklärte Regierungsrat Furrer. Damit das Bähnli überleben kann, braucht es mehr Touristen, die dieses benützen. Und ein erster Schritt war der Bau dieses Rastplatzes Rittenen, der eine weitere Attraktion in diesem Naherholungsgebiet ist, das die Leute noch zu wenig kennen. «Viele gute ‹Geister› waren nötig, damit wir heute diesen Platz mit einem kleinen Fest eröffnen können. Einer von ihnen ist Bernhard Walker (‹Baschi Bernhard›), das Herz und die Seele hier auf Emmetten. Er hat den Mut nie verloren, und ohne ihn wären wir jetzt nicht so weit», betonte Furrer. Eine Riesenarbeit im Hintergrund leistet tagtäglich Sabine Zurfluh. Dazu sagte der Präsident:

«Sie erledigt den ganzen
schriftlichen Kram und führt dazu profimässig die Buchhaltung
der Wegbaugenossenschaft
und ist immer als Helferin
an vorderster Front anzutreffen.»

Gemeindevizepräsident Josef Zgraggen sagte dazu: «Nachdem die bisherige Seilbahnwartin aus Altersgründen die Bahn nicht mehr bedienen konnte, musste etwas gehen. Im Jahr 2016 fanden erste Gespräche statt, und die Zukunft der Luftseilbahn war damals noch sehr ungewiss. Inzwischen sind diese Hürden überwunden, und es ist eine gefreute Sache geworden», erzählte Zgraggen.

Danach wurde den vielen Gästen ein Apéro serviert und etwas später von Daniel Furrer das schmackhafte Mittagessen im geheizten Stall.

Das Naherholungsgebiet bietet unzählige Wandermöglichkeiten

Das Naherholungsgebiet Wilerli–Emmetten eignet sich unter anderem als Ausgangspunkt für die leichte Höhenwanderung durch Wald- und Wiesengebiete ins wildromantische Erstfeldertal. Etwas schwieriger und anspruchsvoller ist der Erstfelder Höhenweg. Dieser führt über die Alpen Bogli, Matt und Chüeplangg bis zur Kröntenhütte. Auf der 1500 Metern über Meer gelegenen Alp Bogli bietet sich eine fantastische Aussicht ins Urner Reusstal. Geschichtlich interessierte Wanderer können auch den alten Säumerweg gegen Waldnach und weiter nach Surnenen benutzen oder einfach via Bocki wieder ins Tal zurückkehren.

Im Winter ist der Schneeschuhtrail, für den man etwa 1,5 Stunden benötigt, ein beliebtes Ziel. Und natürlich ist eine Schlittelfahrt bei guten Schneeverhältnissen Richtung Bodenberge und von dort via Schopfen nach Erstfeld ein unvergessliches Erlebnis – insbesondere sind die Nachtfahrten unter den Schlittlern ausserordentlich beliebt. Und in letzter Zeit entdecken immer mehr Biker die Erstfeldertal-Bikeroute. Der Singletrail über das Plattental mit der technisch anspruchsvollen Abfahrt über den Alpweg beim Bockitobel lässt jedes Bikerherz höherschlagen.