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Abwasser Uri plant grosse Investitionen

Auch 2019 rechnen die Verantwortlichen mit einem hohen Ertrag aus Anschlussgebühren. Die Tarife sollen unverändert bleiben. Grosse Investitionen sind unter anderem auch in der ARA Altdorf geplant.
Bruno Arnold
Im kommenden Jahr werden auch bei der ARA Altdorf diverse grössere Investitionen getätigt. (Bild: Urner Zeitung, Altdorf, 9. Juli 2015)

Im kommenden Jahr werden auch bei der ARA Altdorf diverse grössere Investitionen getätigt. (Bild: Urner Zeitung, Altdorf, 9. Juli 2015)

Seit dem 1. Januar 2010 ist Abwasser Uri operativ für den Betrieb und Unterhalt der Abwasseranlagen im ganzen Kanton Uri zuständig. Ihr Auftrag ist die kostendeckende Abwasserbewirtschaftung im ganzen Gebiet des Kantons Uri. Für 2019 budgetiert das Unternehmen bei einem Ertrag von 8,579 Millionen Franken einen kleinen Gewinn von 14’000 Franken.

Auf der Ertragsseite machen die Anschluss- sowie die Grund- und Mengengebühren den Hauptanteil aus. Bei den Anschlussgebühren wird wie im Vorjahr ein hoher Wert von 2,9 Millionen Franken veranschlagt. «Wir schätzen die Bautätigkeit im Kanton Uri auch für das kommende Jahr nach wie vor sehr hoch ein», heisst es im Bericht des Verwaltungsrats. «Die budgetierten Anschlussgebühren sind deshalb realistisch. Ab 2020/2021 dürfte sich jedoch ein sukzessiver Rückgang in diesem Bereich abzeichnen.»

1000 Liter kosten weiterhin 1.10 Franken

Bei den Abwasser-Grundgebühren, bei den Mietgebühren der Wasserzähler (siehe auch Box) und bei den Dienstleistungen für Dritte dürfte es nur geringe Abweichungen gegenüber dem Voranschlag 2018 geben. Bei den Mengengebühren wird ein um 100’000 Franken tieferer Ertrag budgetiert. «Diese unterliegen natürlichen jährlichen Schwan-kungen. Zudem wirkt sich die Bandbreite des Ablesetermins entsprechend auf die verbrauchte Wassermenge aus», begründet der Verwaltungsrat den tieferen Ertrag. Der Tarif pro Kubikmeter Wasser (1000 Liter) bleibt unverändert bei 1.10 Franken.

Wasserzähler werden ersetzt

Der Verwaltungsrat der Abwasser Uri beantragt den Aktionären, an der GV einen Kredit von netto 1,725 Millionen Franken für den Ersatz der rund zehn Jahre alten Wasserzähler zu genehmigen. Bei den aktuell installierten Geräten handelt es sich um analoge Zähler, die von Hand abgelesen werden, und zwar in Kooperation mit den Urner Elektrizitätswerken. «Mit Ablauf der zwölfjährigen Werksgarantie sind die Zähler grundsätzlich neu zu eichen oder zu ersetzen», schreibt der Verwaltungsrat in seinem Antrag zuhanden der GV vom 20. November. «Da die Energieversorger zudem sukzessive auf digital auslesbare Stromzähler umstellen, drängt sich der Komplettersatz durch Wasserzähler mit digitaler Auslesemöglichkeit auf. Ansonsten müsste Abwasser Uri selber eine entsprechende Ableseorganisation aufbauen.» Aktuell sind rund 9800 Wasserzähler im Einsatz. Das Projekt sieht vor, rund 10000 Zähler zu beschaffen und diese ab September 2019 zu installieren. Der Zählerwechsel soll im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.

Schneller und auch kostengünstiger

Die Kosten der Erstinstallation der Wasserzähler in den Jahren 2008 und 2009 lagen bei rund 5 Millionen Franken. «Beim nun anstehenden Ersatz der Wasserzähler handelt es sich ‹lediglich› um ein Auswechseln der Zähler», heisst es m Bericht zum Kreditantrag weiter. «Das heisst, der Installationsaufwand kann schneller und kostengünstiger ausgeführt werden als bei der Erstinstallation.» Abwasser Uri kläre zurzeit auch ab, ob die Auswechslung der Zähler in Eigenregie erfolgen könne. Der Verwaltungsrat geht zudem von einer höheren Nutzungsdauer aus. «Es ist somit davon auszugehen, dass die jährliche Mietgebühr von heute mindestens 45 Franken künftig markant sinken wird.» (bar)

Im Budget 2019 wird für den baulichen Unterhalt der Betriebseinrichtungen mit einem Anstieg des Aufwands um 230’000 auf 828’000 Franken gerechnet. Neben dem «ordentlichen» Unterhalt fallen zusätzliche Kosten für die Sanierung des Rechengebäudes und des Grobrechens bei der ARA Altdorf an. Diese Arbeiten waren ursprünglich bereits im laufenden Jahr vorgesehen, mussten aber aufgrund von Kapazitäts- und Terminproblemen verschoben werden. Weiter ist vorgesehen, beim Betriebsgebäude der Pflanzenkläranlage auf dem Arni einen kleinen Anbau zu realisieren, damit Hilfsmittel für den lokalen Unterhalt vor Ort gelagert werden können. Zudem ist geplant, die Pumpwerke auf dem Arni auf den neusten Stand der Technik zu bringen und womöglich mit einem Wasseranschluss oder einer Alternativlösung zu versehen. «Damit stellt Abwasser Uri sicher, dass die entsprechenden Anlagen weiterhin einwandfrei funktionieren», hält der Verwaltungsrat fest.

Mit rund 900’000 Franken liegt der Aufwand für die Kostenstelle «Unterhalt, Reparatur, Ersatz Maschinen und Geräte sowie Lizenzen» im Durchschnitt der Vorjahre. «Dabei werden jährlich bei mehreren Pumpwerken die Steuerungen à jour gehalten und defekte Pumpen ersetzt», hält der Verwaltungsrat fest. «Damit wird eine möglichst hohe Einsatzbereitschaft der Anlagen sichergestellt.»

Abwasser Uri schafft eine neue Stelle

Im Personalbereich wird ein Totalaufwand von 2,464 (Vorjahr: 2,316) Millionen Franken prognostiziert. Es sind moderate Lohnanpassungen vorgesehen, aber kein Teuerungsausgleich. Ebenfalls budgetiert sind die zusätzlichen Kosten für einen neuen Klärwärter (ab Mitte 2019). Dieser wird während eines halben Jahres in seine künftigen Tätigkeiten eingeführt. Ab 2020 soll er dann einen in den vorzeitigen Ruhestand tretenden Mitarbeiter ersetzen. Ausserdem ist im Bereich der Zentralen Dienste eine zusätzliche Stelle (80 bis 100 Prozent) geplant. «Ziel ist es, die heute ausgelagerte Erfassung von Leitungsnachführungen, Kon-trolle und Aktualisierung der bestehenden Katasterdaten sowie die Aufbereitung von Interventionsplänen selber auszuführen», heisst es im Bericht. «Damit kann sichergestellt werden, dass die Datenqualität und insbesondere die rasche Verfügbarkeit der Daten stark verbessert werden können.» Die Kosten der neuen Stelle werden gemäss Bericht «durch Minderausgaben bei externen Dienstleistungen und bei zahlreichen Investitionsprojekten nahezu kompensiert».

Im Budget 2019 wird aber nicht nur mit höheren Personalkosten gerechnet. Auch der Finanzaufwand dürfte mit 188’000 Franken rund ein Drittel höher ausfallen als 2018. Dieser Anstieg ist die Folge der aktuell hohen Investitionen in die Ableitung der Abwässer aus dem Urner Oberland und der Sanierung der ARA Seelisberg.

Die GV der Abwasser Uri AG findet am Dienstag, 20. November, 18 Uhr, in der Mehrzweckhalle (ehemaliges Schwimmbad) Göschenen statt.

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