GROSSPROJEKT: Mountain Wilderness verlangt Masterplan

Im Gotthardgebiet sollen vier Bergbahnen zu einem grossen Skigebiet zusammengelegt werden. Die Alpenschutzorgani­sation Mountan Wilderness nimmt die Pläne zum Anlass und fordert einen Masterplan für die Region.

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Skifahrer auf dem Sessellift im Skigebiet Andermatt. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Skifahrer auf dem Sessellift im Skigebiet Andermatt. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Die Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness befürwortet gemäss Medienmitteilung eine gemeinsame, verstärkte Zusammenarbeit unter den Bahnen bis hin zu einem gemeinsamen Management. Dies könne eine wesentliche und substanzielle Verbesserung des Angebots bis hin zu Kosteneinsparungen und damit ein günstigeres Angebot der Bergbahnen und Skidestinationen bedeuten.

Natur als «Grundlage und Kapital»
Mit den Fusionsplänen dürften aber Natur und Landschaft nicht unter den Hammer geraten, heisst es weiter. «Denn Natur und Landschaft sind Grundlage und somit das wichtigste Kapital für eine nachhaltige touristische Entwicklung.» Mountain Wilderness erinnert daran, dass der Bundesrat die Genehmigung der Urner Richtplanänderung mit dem Auftrag verbunden hat, ein Schutz- und Aufwertungskonzept Natur und Landschaft für das Urserental zu erstellen. «Mit den Fusionsplänen soll dieser Auftrag – im Sinne eines Masterplans – auf die gesamte Region ausgedehnt werden. Die Bahnen sollen nicht einseitig nur den Nutzungsaspekt verfolgen, sondern auch Konzepte für eine schöne und unversehrte Landschaft entwickeln.»

scd