Grüne Uri schalten einen Gang zurück

Die Grünen Uri fühlen sich vom politischen Alltagsgeschäft zunehmend überfordert und frustriert. Sie führen bis auf weiteres keine Geschäftsleitungssitzungen und Parteiversammlungen mehr durch.

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Die Grünen beschränken sich in ihrer Arbeit auf prioritäre grüne Themen. Sie politisieren seit bald 17 Jahren im Kanton Uri. Im Landrat stellen sie drei der 64 Mitglieder. Wie sie am Dienstag mitteilten, gehen sie nun in einen «energiesparenden Standby-Modus», weil sie sich vom «politischen Alltagsgeschäft nicht zerreiben» lassen wollen.

Als Begründung führen die Grünen an, dass die Erarbeitung von Stellungnahmen zu allen Gesetzen und Planungen des Kantons von einer Kleinpartei mit vernünftigem Aufwand nicht mehr geleistet werden könne. Zudem stehe der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Dies sei auf die Dauer «frustrierend» und «demotivierend».

Die Grünen wollen deshalb nur noch bei ihren Kernthemen auf volle Leistung gehen. Damit werde Zeit frei für eigenständiges, politisches Agieren, heisst es in der Mitteilung.

Die Partei will bei der Organisation ihrer Arbeit auch neue Wege gehen. Statt Versammlungen soll es etwa Spaziergänge mit Diskussionen und anschliessendem Beisammensein geben, wie Parteipräsidentin Lucia Lauener auf Anfrage sagte.

sda