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Urner Gugger bringen das Flüeler Seebecken zum Beben

300 Guggenmusiker schränzen gemeinsam am «Gugg-Uri». Rund 250 Helfer machen den grössten Urner Event der Gugger-Szene erst möglich. Finanziell profitieren vom Erfolg wohltätige Institutionen im Kanton Uri.
Markus Zwyssig
Rund 300 Urner Guggenmusiker hatten am Samstag bei der «Gugg-Urinvasion» in Flüelen einen grossen Auftritt. (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019))

Rund 300 Urner Guggenmusiker hatten am Samstag bei der «Gugg-Urinvasion» in Flüelen einen grossen Auftritt. (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019))

Schönstes Winterwetter und eine traumhafte Kulisse mit verschneiten Bergen boten am Samstag in Flüelen den idealen Rahmen für das grosse Treffen der neun Urner Guggenmusiken. Um 13.13 Uhr wurde mit einem lauten Knall die «Gugg-Urinvasion» gestartet. In einem Sternmarsch zogen die einzelnen Guggenmusiken zum Bahnhofplatz. Die älteste Urner Guggenmusik, die «Kröntä Guggä» aus Erstfeld, stimmte dort den Oldie «Hello, Mary Lou» an. Rund 300 Guggenmusiker waren es schliesslich, die mit ihren Klängen auf Schlag- und Blasinstrumenten vor einem grossen Publikum das Flüeler Seebecken zum Beben brachten.

Matthias Furger, Dirigent der Erstfelder «Kröntä Guggä», hatte angesichts der lautstarken Gugg-Urinvasion allen Grund zum Strahlen. «Es ist für uns eine Ehre, dass wir den imposanten Auftakt eröffnen durften». Es freue ihn, dass die Kröntä Guggä bereits die 46. Saison unterwegs sei. Auch bei ihnen sei es in den vergangenen Jahren schwieriger geworden, genügend Musikanten zu finden. Daher sei «Gugg-Uri» so wichtig.

Beste Werbung für die Guggenmusik

«Bei einem solchen Grossanlass können die Guggenmusiken zeigen, was sie drauf haben», sagte Furger. «Bei einer Guggenmusik dabei zu sein, bedeutet mehr als sinnlos sich zu betrinken.» Das sei ein Klischee, das Guggenmusiken anhafte. «Umso besser ist es, wenn wir mit einem solchen Anlass das Gegenteil beweisen können.» Und dazu boten sich mehr als genug Möglichkeiten. Den ganzen Nachmittag waren die Guggen an den Spielorten Rudenzpark, Parkplatz Seematte und im Festzelt zu hören. Am Abend fand zudem ein grosser Umzug der Guggenmusiken durch die Flüeler Gassen statt. Der Reinerlös des Grossanlasses fliesst vollumfänglich an gemeinnützige Institutionen. Diesmal profitieren der Sportpass Uri, Pro Infirmis und die Winterhilfe Uri. Die Unterstützung wird sich auch diesmal sehen lassen können. Vor zwei Jahren profitierten vier Institutionen von viermal 4444 Franken.

Kröntä Guggä aus Erstfeld (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Tellsymphoniker (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Kröntä Guggä aus Erstfeld (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Tellsymphoniker (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Kröntä Guggä aus Erstfeld (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Kröntä Guggä aus Erstfeld (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Kröntä Guggä aus Erstfeld (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Tellsymphoniker (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Tellsymphoniker (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Düaä bäbä Brischtä (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Düaä bäbä Brischtä (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Gassä Jüüzer (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Smürfer Spätzinder (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
Smürfer Spätzinder (Bild: Boris Bürgisser (Flüelen, 9. Februar 2019)
14 Bilder

Gugg-Uri

Simon Arnold, OK-Präsident von Gugg-Uri, freut sich über die Zuwendungen. Er weiss aus eigener Erfahrung, dass auch kleine finanzielle Unterstützungen viel bewirken können. So hat er von einer Familie in bescheidenen Verhältnissen erfahren, die sich dank eines Zustupfes von Gugg-Uri endlich eine Fahrt mit dem Dampfschiff nach Luzern leisten konnte.

Für seinen ehrenamtlichen Grosseinsatz bei Gugg-Uri opfert Simon Arnold eine Woche Ferien. Er ist aber überzeugt, dass sich dies lohnt. Begeistert erzählt er vom grossen Einsatz der rund 250 Helfer. Auf dem Festgelände stand sogar eine echte Schneebar. «Ein grosszügiger Sponsor hat uns einen Fuder Schnee von Andermatt nach Flüelen gebracht.» Für den Aufbau seien Fachspezialisten im Einsatz gewesen, die ab und zu auch in Adelboden im Einsatz stünden.

Simon Arnold zeigte sich gestern erfreut, wie das Fest bislang verlaufen ist. Bereits am Freitagabend habe man auf dem Gelände - in einem etwas kleineren Rahmen - mit vielen Guggenmusikern und Freunden eine 90er-Jahre-Party gefeiert. Für den Abend rechnete er an diesem Nachmittag mit rund 3500 bis 4000 Besuchern, die auf dem Festgelände die Auftritte der Guggenmusiken geniessen und danach eine Aprés-Ski-Party feiern.

Gugg-Uri ging heuer bereits zum neunten Mal über die Bühne. Zum zweiten Mal fand der Grossanlass in Flüelen statt. «Dies ist ein Dank an die Gemeinde», erklärt Arnold. Vor zwei Jahren hatten die zuständigen Personen kurzfristig die Bewilligung für das Fest in Flüelen gegeben, nachdem diese in Altdorf noch nicht vorlag. Ein Jubiläums-Gugg-Uri wird es sicher geben. Wo die zehnte Auflage von Gugg-Uri jedoch stattfinden wird, ist zurzeit noch offen.

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