GURTNELLEN: Die Bäuerinnen stellen sich vor

Bald geht für die 18 Absolventinnen der Bäuerinnenschule die Lehrzeit zu Ende. Am Donnerstag, 15. Juni, ist die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür eingeladen.

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Besucher aus der ganzen Zentralschweiz besichtigten im vergangenen Jahr am Tag der offenen Tür die oberhalb von Gurtnellen Dorf gelegene Bergheimatschule. (Bild: Urs Hanhart (Gurtnellen, 28. Mai 2016))

Besucher aus der ganzen Zentralschweiz besichtigten im vergangenen Jahr am Tag der offenen Tür die oberhalb von Gurtnellen Dorf gelegene Bergheimatschule. (Bild: Urs Hanhart (Gurtnellen, 28. Mai 2016))

Im tiefen Winter, am 4. Januar 2017, haben 18 junge Frauen den Weg nach Gurtnellen unter die Füsse genommen, gespannt, was ihnen das kommende Halbjahr wohl bringen möge. In neun Pflicht- und zwei Wahlmodulen haben sie sich seither intensiv mit den unterschiedlichsten Aspekten des Berufes der Bäuerin auseinandergesetzt.

Der nun bevorstehende Abschluss der Vollzeitausbildung stellt ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Bäuerin mit Fachausweis dar. Damit der Fachausweis erreicht werden kann, müssen die Absolventinnen zusätzlich zwei Jahre bäuerlich-hauswirtschaftliche Praxis nachweisen und die eidgenössische Berufsprüfung ablegen. Aber auch Frauen und Männer ohne das Ziel eines Fachausweises können von einer bäuerlich-hauswirtschaftlichen Ausbildung profitieren. Vieles, was man an einer Bäuerinnenschule lernt, hilft im Alltag und befähigt, einen Haushalt nachhaltig zu führen.

Schulleiterin auf die Probe gestellt

Die Ausbildung an der Bäuerinnenschule hat den jungen Frauen viel abverlangt. Fleiss und Einsatz waren in der Schule und auch im Grosshaushalt gefragt. Zwischenmenschliches Gespür war notwendig, um das intensive Zusammenleben und -arbeiten unter einem Dach friedlich zu gestalten. Auch manch fröhlicher Abend zog ins Land. Höhepunkte waren der Tanzkurs, die Arni-Nachtwanderung oder der laue Frühlingsabend vor dem Haus, an dem es gelang, die besorgte Schulleiterin ans Fenster zu locken. Das täuschend echte, aufgeregte Gackern der Absolventinnen liess sie befürchten, ein Fuchs sei in den Hühnerstall eingedrungen. Im Garten spriesst ein buntes Allerlei an Gemüse, Kräutern und Blumen, und hinter dem Haus geniessen Ziegen, Enten, Hühner, Wachteln und ein Bienenvolk die schneefreie Zeit.

Wer der Bäuerinnenschule in Gurtnellen einen Besuch abstatten und die Werke der Absolventinnen bestaunen möchte, ist am Donnerstag, 15. Juni, herzlich zum Tag der offenen Tür eingeladen. Von 11 bis 17.30 Uhr fährt ein Shuttlebus zwischen Gurtnellen Wiler und Gurtnellen Dorf. Die Anreise mit dem Privatauto ist nicht möglich. Dieses Jahr werden neu auch Produkte aus dem Nähatelier und der Küche zum Verkauf angeboten. (red)