GURTNELLEN: Gegner bodigen Sanierung des Wanderwegs

«Wanderwegpapst» Paul Dubacher aus Seedorf muss klein beigeben. Der Widerstand gegen die Sanierung des Stäubenwegs war zu gross.

Drucken
Teilen
Da war die Welt noch in Ordnung: Initiant Paul Dubacher (links) und Gemeindepräsident Karl Walker präsentieren Ende Mai die Infotafel zur Sanierung des Stäubenwegs (Bild: Anian Heierli)

Da war die Welt noch in Ordnung: Initiant Paul Dubacher (links) und Gemeindepräsident Karl Walker präsentieren Ende Mai die Infotafel zur Sanierung des Stäubenwegs (Bild: Anian Heierli)

Paul Dubacher aus Seedorf beabsichtigte, den Wanderweg, der zur Stäubenkapelle oberhalb von Gurtnellen führt, zu sanieren. Um die Route «seniorengerecht» zu gestalten, sollten rund 100'000 Franken investiert werden. Geplant war, die Steigung zu reduzieren. Gleichzeitig wollte Dubacher den Weg verbreitern. Die Baubewilligung lag vor. Auch die zuständigen kantonalen Fachstellen hatten grünes Licht erteilt. Reine Formsache schienen die vollumfängliche Sicherstellung der Finanzierung und die gemäss Gemeindeordnung notwendige Projektgenehmigung durch das Volk.

Erhalt des Wegs gefordert

Doch nun wird die Weiterbearbeitung des Projekts unverzüglich eingestellt. Der Grund: In einem offenen Brief an den Gemeinderat hatten über 100 stimmberechtigte Gurtneller ihre Bedenken gegen das Projekt formuliert und Einwände gegen die Kommunikation des Vorhabens zum Ausdruck gebracht. In ihrem Schreiben forderten die Initianten eine Redimensionierung des Projekts beziehungsweise den Erhalt des Wanderwegs im bisherigen Umfang.

Die Infotafel mit einem Spendenaufruf, Einzahlungsscheinen und Informationsblättern ist gestern entfernt worden, bereits eingegangene Beträge werden den Spendern zurückerstattet.» Paul Dubacher übernimmt auch die bisher angefallenen Kosten von rund 5000 Franken für die bereits geleisteten Vorarbeiten. «Ich will den Dorffrieden in Gurtnellen nicht stören. Für mich ist das Projekt gestorben», sagt5 Dubacher.

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel  lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung oder als Abonnent/in kostenlos im E-Paper.