Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

GURTNELLEN: Schaf fiel wohl dem Wolf zum Opfer

Im Gebiet Leutschachtal, Obersee, ist ein gerissenes Schaf gefunden worden, das typische Bissspuren aufweist. Ein weiteres Tier wird noch vermisst.
Florian Arnold
In Uri hat die Regierung einen Wolf zum Abschuss freigegeben. (Symbolbild Keystone)

In Uri hat die Regierung einen Wolf zum Abschuss freigegeben. (Symbolbild Keystone)

Hat Uri wieder einen Wolf? Diese Frage haben sich am Freitag die Abonnenten des SMS-Wolfswarndienstes gestellt, als folgende Meldung eintraf: «Verdacht Wolfsriss: 1 Schaf in Leutschachtal/Obersee».

«Ich war vor Ort und habe das gerissene Schaf gesehen», bestätigt Peter Indergand, Wildhüter für das Gebiet Erstfeld/Gurtnellen/Wassen. «Die Bissspuren sind typisch und können ziemlich eindeutig einem Wolf zugewiesen werden», so Indergand, «aber hundertprozentig sicher sein kann man sich natürlich nicht.» Trotzdem sei der Wildhut wichtig, die Information an die Abonnenten des SMS-Diensts herauszugeben. «So können rechtzeitig Sicherungsmassnahmen ergriffen werden», erklärt Indergand. So haben denn die betroffenen Schafhirten bereits die Tiere im entsprechenden Gebiet so gut es geht eingezäunt.

Bisher war es dieses Jahr ruhig um das Thema Wolf im Kanton Uri geblieben. «Es ist der erste Hinweis diesen Sommer, dass es in Uri wieder einen Wolf haben könnte», sagt Indergand. Allerdings habe es kleinere, nicht bestätigte Verdächte gegeben.

Wildhüter bedauert Situation der Hirten

Ein Schaf der betroffenen Alp wird noch vermisst. «Wir müssen davon ausgehen, dass es wohl auch dem Wolf zum Opfer gefallen ist», sagt Indergand. Der Wildhüter weiss um die Probleme der Schafhirten: «Kleineren Herden Schutz zu bieten, ist aufgrund der Topografie nicht immer sehr einfach.»

Vergangenen Sommer machte der «M68» mit italienischer Abstammung in Uri Furore. Der Wolf hatte laut dem Amt für Forst und Jagd Uri insgesamt 77 Schafe, zwei Ziegen und ein Rind getötet oder verletzt. Er war zum Abschuss freigegeben worden und wurde am 28. Juli erlegt.

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.