GURTNELLEN: Skepsis gegenüber dem Naturpark zu gross

Gurtnellen hat sich als erste der zwölf beteiligten Gemeinden gegen den Naturpark Urschweiz ausgesprochen. Und dies, obwohl vor der Abstimmung die Voten der Befürworter überwogen.

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Befürworter sprachen auch von einer Chance für die Gurtneller Landwirtschaft: Die Mehrheit der Stimmberechtigten sah dies anders. (Bild Bruno Arnold/Neue UZ)

Befürworter sprachen auch von einer Chance für die Gurtneller Landwirtschaft: Die Mehrheit der Stimmberechtigten sah dies anders. (Bild Bruno Arnold/Neue UZ)

Als erste der zwölf Naturpark- Urschweiz-Gemeinden sagten die Stimmberechtigten von Gurtnellen am Freitag Nein zu einem Kredit für die Errichtungsphase. Dies, obwohl Gemeindepräsident Beat Jörg einleitend erklärte, dass der Naturpark Urschweiz für die von Abwanderung bedrohte Gemeinde eine grosse Chance sei. In der Diskussion vor der Abstimmung überwogen zwar die Voten der Befürworter – trotzdem entschied am Ende die schweigende Mehrheit.

Befürchtungen überwogen
Das Resultat nach der Abstimmung (35 Nein, 25 Ja und 16 Enthaltungen) enttäuschte Gemeindepräsident Jörg: «Dass wir der Trägerschaft nicht einmal die Chance geben, während dreier Jahre den Beweis anzutreten, dass ein Naturpark die Wirtschaft ankurbeln sowie den Tourismus und die Landwirtschaft stärken kann, das begreife ich ganz einfach nicht. Aber ich akzeptiere diesen Entscheid natürlich.»

Jörgs Enttäuschung kam nicht von ungefähr. Während der sachlich geführten Diskussion hatte sich kein Versammlungsteilnehmer konkret gegen das Kreditbegehren ausgesprochen. Es wurden nur Fragen aufgeworfen: Fallen zusätzliche Kosten für die Gemeinde an? Entsteht eine unantastbare Kernzone? Gibt es Beeinträchtigungen? Alles Fragen, die mit Nein beantwortet werden konnten. Weiter wurde kritisch argumentiert, dass es ja eigentlich gar keinen Naturpark brauche, wenn sich nichts ändere. Der Beitrag für die Einrichtung einer professionellen Geschäftsstelle könne «gescheiter eingesetzt» werden. Aus der Landwirtschaft wurden Befürchtungen geäussert, dass die gemeinsame Vermarktung nicht viel bringe, da man bereits jetzt genug verkaufen könne.

Daniel Regli

Den ausführlichen Arikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.